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NWZonline.de Region Friesland Lokalsport

Held meistert zum Saisonabschluss dicken Brocken

16.10.2019

Varel Nach ihrer Teilnahme am Kyffhäuser Bergmarathon, dem Rennsteig-Supermarathon und Reschenseelauf hat Ulrike Held vom Lauftreff des Vareler TB ihre Berglaufserie mit einem im wahrsten Sinne des Wortes „dicken“ Brocken gekrönt. Beim Harzer Gebirgslauf meisterte sie den Brockenmarathon, der durch den Nationalpark Oberharz führt und wegen der Beschaffenheit der Wege und fast 1200 zu bewältigenden Höhenmetern als Norddeutschlands schwerster Marathon gilt. In 4:47 Stunden wurde sie dabei Zweite in ihrer Altersklasse W 60.

„Insgeheim schwebte mir schon eine Zielzeit von unter fünf Stunden vor. Dies zu erreichen ist aber von so vielen Faktoren, wie etwa vom Wetter oder der körperlichen Verfassung abhängig, die nicht planbar sind“, erklärte Held. Zum Glück sei es aber nur ein harmloser Schnupfen gewesen, der ihre Pläne in der Woche vor dem Start zunächst ins Wanken gebracht hatte.

Die ersten neun Kilometer, die durch das hügelige Waldgelände von Wernigerode nach Ilsenburg führten, ging sie sehr verhalten an. „Ich kam aber schnell in einen guten Laufrhythmus, fühlte mich topfit und freute mich auf den Brocken.“ Hinter Ilsenburg führte die Strecke auf immer steiler werdenden Schotter- und Waldwegen bis zum Kolonnenweg und folgte diesem bis zum Brocken auf 1142 Meter hinauf. Die Betonplatten des Kolonnenweges sind wegen ihrer tiefen Löcher bei den Läufern nicht sehr beliebt und erfordern ein hohes Maß an Konzentration.

Der Brocken war in dichten Nebel eingehüllt und machte seinem Ruf als nebelreichster Ort Europas alle Ehre. Mit schweren Sturmböen präsentierte sich das dort oben herrschende Hochgebirgsklima von seiner eher unwirtlichen Seite. „Da machte sich mein Deichtraining bei Gegenwind bezahlt“, sagte Held mit einem Augenzwinkern.

„Ich war so glücklich, nach 20 km den Brockengipfel erreicht zu haben, dass mir die anschließenden 22 km, die überwiegend bergab verlaufen, allerdings am Ende noch zwei ordentliche Steigungen bereithalten, nach der Überquerung des Brockenplateaus recht leicht fielen“, erläuterte Held: „Auf den überwiegend weichen, steinigen aber auch phasenweise sehr matschigen Wegstrecken ist absolute Konzentration erforderlich.“

Sie habe aber auch phasenweise richtig Tempo machen können bis zum Zieleinlauf in Wernigerode: „30 Jahre nach der Wiedervereinigung auf den Spuren der Geschichte der ehemaligen Grenze zwischen der BRD und der DDR laufen zu können und einen Gipfel zu überschreiten, der von 1961 bis 1989 aufgrund der Grenzanlagen zu einem militärischen Sperrgebiet gehörte, war für mich ein ganz besonders beeindruckendes Lauferlebnis.“

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