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NWZonline.de Region Friesland Lokalsport

Der größte Erfolg ihrer Karriere

01.08.2018

Varel /Senica Völlig befreit vom Abiturstress, der von Frühjahr bis zu den Sommerferien noch oberste Priorität genossen hatte, hat Esther Henseleit am Sonntag den bislang größten Erfolg ihrer sportlichen Karriere perfekt gemacht. Im slowakischen Senica ist die erst 19-jährige Varelerin nach vier äußerst beeindruckenden Wettkampf-Tagen Vize-Europameisterin bei den Frauen geworden.

Super zufrieden

Am Ende musste sich die Nationalspielerin mit einem formidablen Gesamtscore von 15 Schlägen unter Par (64, 71, 70, 68) auf der Anlage des Penati Golf Resorts lediglich um einen Schlag der Spanierin Celia Barquin (-16) geschlagen geben. „Irgendwie ist es schon schade, dass es am Ende nicht ganz gereicht hat, weil ich so nah am EM-Titel dran war. Doch bin ich mit meiner Gesamtleistung super zufrieden“, bilanzierte Henseleit am Dienstag: „Auch wenn ich leider nicht alle Birdie-Chancen nutzen konnte, habe ich den Sieg nicht verschenkt. Die Spanierin hat wirklich gut gespielt, fast jedes Grün getroffen und daher den Sieg auch verdient.“

Dabei war die Varelerin, die in der Frauen-Bundesliga Leistungsträgerin beim Hamburger GC Falkenstein ist, mit der besten Runde ihrer bisherigen Laufbahn (8 unter Par) glänzend in die hochkarätig besetzte Europameisterschaft gestartet. „Ich fühlte mich sehr gut und habe nach der Team-EM viel am Putten gearbeitet“, freute sich die Varelerin über ihren Gala-Auftritt mit einer bogeyfreien (!) 64 – zugleich Platzrekord.

Auch nach dem zweiten Tag lag Henseleit noch in Führung. Dabei konterte die Falkensteinerin einen Bogey zu Beginn der zweiten Runde mit einem sauberen Birdie und war nach einem wechselhaften Tag mit der 71 (-1) dennoch zufrieden.

Abwechslungsreich verlief dann auch der dritte Tag auf dem Heritage-Course, bei dem die Varelerin mit einer soliden 70 (-2) von der Spanierin Barquin, die mit einer 63 (-9) zu glänzen wusste, erstmals von der Spitze verdrängt wurde. Die Lauerstellung als Zweitplatzierte vor der Finalrunde am nächsten Tag lag Henseleit jedoch: „Ich fühlte mich sehr wohl damit, nicht die Gejagte zu sein, sonder die Jagende.“

Und so sollte es Sonntag im Titelkampf zwischen den beiden alles überragenden Spielerinnen dieser Frauen-EM noch einmal richtig spannend werden. Mit zwei Schlägen Rückstand in die Finalrunde gestartet, hielt die Varelerin den Druck auf ihre spanische Konkurrentin hoch, doch lag Henseleit nach Grün 15 bereits drei Schläge zurück. „Da wusste ich natürlich, dass nun Birdies her mussten“, erklärte die 19-Jährige und setzte tatsächlich noch einmal erfolgreich zur Aufholjagd an.

Chance auf Stechen

Birdies auf den Bahnen 16 und 17 verkürzten den Rückstand wieder auf einen Schlag – und es bestand die realistische Chance, auf der letzten Bahn noch den Ausgleich zu erzielen und ein Stechen zu erzwingen. Während Henseleit auf der 18 das sichere Par gelang, lag der ganze Druck bei der Spanierin – doch Celia Barquin hielt diesem Stand und verteidigte ihren Vorsprung mit einem Schlag.

„Bei dieser EM vorne mitzuspielen, hat mir ein gutes Gefühl und viel Selbstvertrauen gegeben“, bilanzierte Henseleit abschließend: „Dass ich vier Runden unter Par geblieben bin und immer ganz vorne dabei war, war richtig gut.“ Nun peilt die Varelerin mit dem Hamburger GC den Gewinn der Meisterschaft in der Bundesliga an. Und dann folgt Ende August die Teilnahme an der WM der Frauen in Irland – mit ganz viel positivem EM-Rückenwind.

Henning Busch
Lokalsport
Redaktion Friesland
Tel:
04451 9988 2510

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