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NWZonline.de Region Friesland Lokalsport

Echte Siegertypen schreien Freude heraus

10.03.2018

Varel Schon als am Donnerstagabend die Gewinner des zweiten Platzes bei der Wahl von Frieslands Mannschaft des Jahres 2017 bekannt gegeben wurden, gab es bei den Ü-40-Fußballern des TuS Obenstrohe kein Halten mehr. Lauthals brüllten sie ihre Freude über den dadurch bereits feststehenden Titelgewinn heraus und fielen sich im Vareler Tivoli in die Arme.

Durch den Erfolg bei der 24. Auflage der Sportlerwahl von NWZ und Kreissportbund Friesland machte das Team um Spielertrainer Markus Kaup nach dem ohne Niederlage erkämpften Gewinn der Meisterschaft und des Kreispokals abseits des Spielfeldes somit das Triple perfekt. Mit dem besten Ergebnis aller Nominierten (1673 Stimmen) brachten sie zugleich das Kunststück fertig, den leicht favorisierten Eishockey-Verbandsligisten ECW Sande, der mit 1248 Stimmen auch auf ein starkes Ergebnis kam, auf den Silberrang zu verweisen. Über den dritten Platz freuten sich die jungen Gerätturnerinnen des MTV Jever (813).

„Das Sportliche ist das eine, aber das Soziale natürlich das andere“, verriet TuS-Teamchef Kaup das Obenstroher Erfolgsgeheimnis: „Wir haben immer drei Halbzeiten: Auf dem Platz wird gekämpft und gefightet. Mindestens genauso wichtig ist aber die dritte Halbzeit – gerade bei uns Alten Herren, obwohl wir uns noch gar nicht so alt fühlen.“

Sportlich fiebern die Rot-Blauen, die auch weit nach der Siegerehrung ihre Jubelgesänge im Tivoli anstimmten, in diesem Jahr einer Premiere entgegen. „Wir sind froh, dass sich zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte eine Obenstroher Mannschaft für die Ü-40-Niedersachsenmeisterschaft qualifiziert hat“, betonte Kaup und ergänzte mit Blick auf so namhafte Gegner wie Hannover 96 oder den VfL Wolfsburg: „Das wird sicher nicht gerade einfach. Aber wir fahren da nicht hin, um nur dabei gewesen zu sein. Wir wollen vielmehr versuchen, von dort möglichst was mitzunehmen, etwa durch den Einzug in die Finalrunde.“

Zu Frieslands Sportlerin des Jahres wurde Svenja Brunken gewählt, die sich mit 1267 Stimmen vor Beachvolleyballerin Lea Sophie Kunst vom Vareler TB (1165) und Gerätturnerin Lena Merkel vom TuS Glarum (916) behauptete. „Ich bin einfach überwältigt von dieser Zahl – damit hätte ich nie gerechnet“, erklärte die 23-Jährige von der RG Dangast, die 2017 mehrere M*-Springen gewonnen und sich für das Finale der Weser-Ems-Meisterschaft qualifiziert hat: „Ich habe bei der Wahl wahnsinnige Unterstützung von meinen Eltern, meinen Freunden und anderen bekommen. Ich bin wahnsinnig stolz – genauso wie auf mein Pferd, das jetzt ganz viele Bananen und Möhren als Belohnung bekommt.“

Auch Brunken hat sich für 2018 ehrgeizige Ziele gesteckt, nicht nur mit Fokus auf das Landesturnier in Rastede und die Weser-Ems-Meisterschaften: „Wir wollen mehr ins S-Springen reingehen, viel mehr trainieren, noch intensiver die Feinheiten aufarbeiten.“

Bei den nominierten Männern hatten sich indes zwei Akteure ein in der langen Geschichte der Sportlerwahl wohl einmaliges Kopf-an-Kopf-Rennen geliefert. Dabei machten am Ende lediglich neun von insgesamt 12 954 abgegebenen Stimmen den kleinen, aber feinen Unterschied aus. Sportler des Jahres 2017 wurde Sören Bruhn vom KBV Schweinebrück (1271). Auf dem zweiten Rang landete mit dem viertbesten Ergebnis aller Nominierten Basketballer Tobias Jürgens vom BV Bockhorn (1262), gefolgt von Leichtathlet Uwe Schmalstieg vom TuS Zetel (877).

Der neue Titelträger Bruhn war im Vorjahr mit der Klootkugel FKV- und Landesmeister geworden. Angesichts des hauchdünnen Vorsprungs bei der Sportlerwahl fühlte sich der Grabsteder an die EM 2016 in den Niederlanden erinnert: „Da waren es gerade mal 55 Zentimeter, die ich vor dem Vierten lag und dadurch Bronze gewonnen habe.“

Auch wenn der 22-Jährige beruflich bedingt zurzeit im Training Abstriche machen muss, freut er sich auf seinen Start bei der Deutschen Meisterschaft: „Dort möchte ich alles für das Team geben. Wenn dann am Ende doch eine Medaille im Einzel für mich dabei herausspringt, wäre das natürlich schön. Aber am liebsten habe ich die Goldmedaille mit der Mannschaft – das ist mir das Wichtigeste.“

Henning Busch
Lokalsport
Redaktion Friesland
Tel:
04451 9988 2510

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