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NWZonline.de Region Friesland Lokalsport

Vareler Vereine geben den Startschuss

15.12.2018

Varel Ja zum Sportstättenentwicklungskonzept: Einstimmig votierten die Clubs und Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft der Vareler Turn- und Sportvereine am Donnerstagabend für die Umsetzung. In einer gemeinsamen Stellungnahme an die Stadt – ergänzt von weiteren individuellen Wünschen der Vereine – soll das unterstrichen werden.

„Wir wollen mit einer Stimme sprechen, damit wir Tempo in die Sache bekommen“, betonte der Vorsitzende Lüder Gutsche: „Wir scharren mit den Hufen und brauchen dringend bessere Sportanlagen.“ Viele städtische Anlagen sind sanierungsbedürftig. Das bestätigt das von der Verwaltung vorgelegte Konzept. „Hierfür haben wir bereits eine sechsstellige Summe in den Haushalt eingestellt“, sagte Ratsherr Axel Neugebauer (Zukunft Varel) bei der Versammlung im Rathaus II in Langendamm.

Gleichzeitig befürworteten die Vertreter der Clubs den möglichen Bau eines Sport- und Bürgerparks samt Kunstrasenanlage. „Ich appelliere an alle, sich gemeinsam für einen Kunstrasenplatz einzusetzen“, betonte Jörg Weden vom TuS Büppel. Seit Jahren wird darüber diskutiert. 2010 scheiterte der Bau in Büppel an den Immissionsschutzrichtlinien (Lärm). „Unsere Geduld ist überstrapaziert.“

Ob es tatsächlich zum ersten Spatenstich kommt, hängt auch von Fördergeldern ab. Diese hat die Stadt beantragt. Im besten Falle könnten vier Millionen Euro aus dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ kommen. Der Zuschlag steht noch aus. Die Restfinanzierung des 7,5-Millionen-Projektes soll über den Verkauf des Waldstadions erfolgen. Dort sollen Baugrundstücke in bester Lage entstehen.

Das löste beim „Hausherrn“ TuS Varel 09 Sorgen aus. Vor allem bei den älteren Mitgliedern, die auf der Anlage an der Windallee jahrzehntelang so manche sportliche Schlacht geschlagen haben. Denn der Club würde seine Heimstätte verlieren. Doch auch das Waldstadion ist marode, Umkleidekabinen und Sanitäranlagen sind für Gäste kaum noch zumutbar, meint der 2. Vorsitzende Uwe Cassens. Dennoch: Es kann nur saniert und nicht erweitert werden. Denn dann würden wiederum neue Lärmschutzrichtlinien gelten.

Somit wird eine neue, wettkampftaugliche Anlage, die am zu sanierenden Standort Langendamm entstehen könnte, unausweichbar. Bis diese fertig ist, müsse aber das Waldstadion erhalten bleiben, betont Willi Reinhold vom Vareler TB. Denn nicht nur für Fußballer ist es die Heimstatt. „Auch das Sportabzeichen wird hier abgenommen sowie Schulsport betrieben.“

Der Sportpark soll indes nur eine Ergänzung zu den bestehenden Anlagen sein. „Eine zentrale Sportstätte heißt ja nicht, dass alles zentralisiert wird“, sagte Kai Langer, Vorsitzender des Kreissportbundes.

Es gibt aber auch Kritiker. Enorme Folgekosten sieht beispielsweise Ratsherr Carsten Kliegelhöfer (Grüne). „Auf was müssten wir dann verzichten?“, fragte er angesichts anstehender Pflichtaufgaben für die Stadt Varel, die in den nächsten Jahren anstünden. Dieses wären unter anderem der Bau eines neuen Feuerwehrhauses in Obenstrohe (1,5 Millionen Euro), der Kauf eines neuen Drehleiterwagens für die Vareler Ortswehr (800 000 Euro), der Bau eines neuen Kindergartens (2 Millionen Euro) sowie noch nicht bezifferbare Summen für die Straßensanierung. „Zudem ist es aus meiner ökologischen Sicht nicht sinnvoll, 4000 Quadratmeter Plastik hinzulegen“, sagte Kliegelhöfer.

Olaf Ulbrich Redaktionsleitung Varel / Redaktion Friesland
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