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Handball: Vareler feiern emotionalen Abschied

02.05.2016

Altjührden /Varel „Ihr seid der Hammer“ war auf dem Banner zu lesen, das die Spieler der HSG Varel-Friesland nach dem Saisonfinale in der 3. Liga West durch die Manfred-Schmidt-Sporthalle trugen. Gemeinsam mit den mehr als 500 Fans feierten sie am Sonnabend in Altjührden einen emotionalen 30:26 (12:10)-Heimsieg gegen die HSG Handball Lemgo II und den Ausklang der ereignisreichen Spielzeit. Damit machten die Vareler Handballer ihren Torhütern André Seefeldt (38) und Hendrik Legler (22) ein ganz besonderes Abschiedsgeschenk. Durch den Sieg belegen die Friesländer am Saisonende den zehnten Rang mit 27:33 Punkten.

Vareler Stimmen zur Saison 2015/2016

Lothar Brecht (HSG-Vorstand): „Wenn man sieht, wie viele Verletzte wir hatten, dann darf man sehr zufrieden mit dem Saisonergebnis sein. Ich bin überzeugt, dass wir ohne die Langzeitverletzten nichts mit dem Abstiegskampf zu tun gehabt hätten.“

Tom Wiedenmann (Spieler): „Ich konnte viel spielen und zeigen, was ich drauf habe. Es war eine tolle Saison für mich. In der nächsten möchte ich mich noch weiter steigern.“

Malvin Patzack (Spieler): „Auswärts haben wir noch einiges an Steigerungspotenzial, doch zuhause haben wir gezeigt, dass wir mit jedem Gegner mithalten können.“

Im letzten Saisonspiel kam „der achte Mann“ noch einmal voll auf seine Kosten und erlebte eine hochspannende Begegnung mit bissigen Zweikämpfen, spektakulären Toren und vielen strittigen Entscheidungen. Immer wieder feuerten die Vareler Anhänger ihr Team und insbesondere auch Seefeldt und Legler lautstark an. „Danke an die Fans! Ihr habt die Punkte mitgeholt“, sagte Varels Trainer Andrzej Staszewski nach dem Spiel. „Die Mannschaft hat heute noch einmal Charakter gezeigt und unsere Torhüter sowie Marek Mikeci und Tom Wiedenmann haben eine super Leistung abgerufen.“ Für Gäste-Trainer Christian Plesser war die kämpferische Leistung seines Teams (Tabellen-13.) „à la bonne heure“. Die besten Torschützen waren vor 506 Zuschauern Mikeci (8/1, Varel) und Valentin Schmidt (6/2, Lemgo II).

Die HSG Varel-Friesland ging in einer ausgeglichenen Anfangsphase nach zehn Minuten mit 4:3 in Führung und konnte den Vorsprung bis zur 20. Minute auf 8:5 ausbauen. Doch dann verpassten es die Gastgeber, für klarere Verhältnisse zu sorgen und spielten zu nachlässig, während die kampfstarken Lemgoer Gäste, die teilweise im Angriff mit sieben Feldspielern agierten, verkürzen konnten. Zur Pause lag Varel knapp mit 12:10 vorne. Eine starke Leistung hatte in Halbzeit eins Varels Ausnahme-Torhüter Seefeldt gezeigt, der im gesamten Spiel auf sieben Paraden kam (ein Siebenmeter).

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Im zweiten Abschnitt wechselten die Gastgeber Torwart Legler ein. Doch dieser hatte zunächst Pech, denn seine Vorderleute verloren den Ball und Lemgo II glich aus zum 12:12 (31.). Angetrieben von einem gut aufgelegten Mikeci spielte sich die Friesländer jedoch wieder einen Vorsprung heraus und lagen zur 42. Minute 19:15 vorne. Doch dann schwächten sich die Vareler durch Zeitstrafen selbst und die Lemgoer Reserve verkürzte Tor um Tor. Als Max Wiedenmann dann nach einer Roten Karte wegen Haltens bei einem Tempogegenstoß runter musste (49.), nutzten die Gäste den Siebenmeter und glichen zum 21:21 aus.

Beim Stand von 22:22 (51.) konnte Varel allerdings noch einmal zulegen und setzte sich durch spektakuläre Treffer u.a. von Till Schinnerer und Tom Wiedenmann sowie starke Paraden von Legler (8/1) auf 26:24 ab (57.). Die HSG Lemgo II versuchte noch einmal alles, doch die Gastgeber agierten nun clever und praktisch mit dem Schlusspfiff der Saison 2015/2016 traf Oliver Staszewski nach einem Pass von Helge Janßen per Kempa-Trick zum 30:26-Endstand. Ausgiebig feierten die Spieler und Verantwortlichen anschließend mit den Fans den Sieg und ließen die von vielen langen Verletzungen geprägte Saison und den Klassenerhalt Revue passieren.

Torhüter verabschiedet

Vor dem Spiel hatte die HSG Varel-Friesland ihre Torhüter André Seefeldt und Hendrik Legler feierlich verabschiedet. Nach zehn Jahren im Dress der HSG beendet Seefeldt seine Karriere. Zweimal war es den Verantwortlichen der HSG zuvor gelungen, Seefeldt zur Fortsetzung seiner Karriere zu überreden, zumal die Leistungen immer sehr gut waren, wie Vorsitzender Lothar Brecht bei der Verabschiedung schilderte, doch nun soll endgültig Schluss sein. Unter dem tosenden Applaus der Vareler Zuschauer und unter den Augen seines Freundes Christoph Dannigkeit, mit dem er zusammen über Jahre das Tor der HSG in der 2. Liga hütete, wurde Seefeldt verabschiedet. Doch der 38-Jährige bleibt den Varelern als Torwarttrainer erhalten.

Hendrik Legler wechselt zum Oberligisten TV Neerstedt. Das Training bei dem von Jörg Rademacher trainierten Verein lasse sich zeitlich besser mit seinem Beruf verbinden, so der 22-Jährige.

Da die Kaderplanung der HSG, die ab der kommenden Saison SG VTB/Altjührden heißt, noch nicht abgeschlossen ist, ist noch mit weiteren Zu- und Abgängen zu rechnen. Großer Handlungsbedarf besteht auf der Torwartposition. Ein möglicher Kandidat war bereits beim Probetraining, so die Verantwortlichen.

Sebastian Friedhoff Redakteur / Newsdesk
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