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NWZonline.de Region Friesland Lokalsport

Vareler sorgt international für Furore

18.02.2014

Varel /Köln „Was für andere die Musik ist, ist für mich der Sport“, betont Eike Carsten Pupkes und fügt lachend hinzu: „Aber natürlich ist mir Musik auch wichtig.“ Sportlich, erfolgreich und engagiert – diese Attribute beschreiben den aus Varel stammenden Triathleten am besten, der von den Leserinnen und Lesern der NWZ  gleich dreimal zu „Frieslands Sportler des Jahres“ gewählt wurde.

Erstmals gelang dem heute 30-Jährigen dieses Kunststück bei der Sportlerwahl 2001/ 2002. Ein Jahr später startete der Friesländer bei der Duathlon-EM in Italien und stand dort gemeinsam mit einem weiteren Vareler, Martin Gyöngyösi, auf dem Podest. „Das war damals ganz toll“, erinnert sich Pupkes. „Ich war erster in meiner Altersklasse, und Martin kam nur wenige Sekunden nach mir als Zweiter ins Ziel.“ Und so verteidigte Pupkes bei der Sportlerwahl der NWZ  und des Kreissportbundes Friesland für den Zeitraum 2002/2003 seinen Titel.

Auch wenn er bei den Wahlen in den Folgejahren nicht nominiert wurde, blieb der sportliche Erfolg für ihn keinesfalls aus. 2008 gewann Pupkes als Deutscher den Stockholm-Triathlon, der zu den schwedischen Meisterschaften gehört. Dort traf er unter anderem auch auf Jan Frodeno, der ein paar Monate später bei den Olympischen Spielen in Peking 2008 die Goldmedaille für Deutschland im Triathlon holte. „Das war der Zenit meines Erfolgs“, schwärmt Pupkes und ergänzt: „Dass ich damals mit Jan trainieren konnte, war mein großes Glück!“ Folgerichtig wurde er für den Zeitraum 2007/2008 noch ein drittes Mal zu Frieslands Sportler des Jahres gewählt.

An die Ehrungen kann er sich noch genauestens erinnern: „Ich hatte damals ein silbernes Hemd an und bekam dann Gold.“ Es sei schon sehr besonders gewesen, sich ein Jahr lang „Frieslands Sportler Nummer eins“ nennen zu können.

Danach rückte das Studium ins Zentrum: „Ich wollte immer Arzt werden, allerdings war das mit dem Numerus Clausus sehr schwer.“ Über den Pharmaziezweig wollte er damals den Weg dorthin schaffen. Als das jedoch nicht mehr möglich war, kam er zur Physik – und das war ebenfalls „ein großes Glück“. Sein Hobby machte er noch zum Beruf und studierte Sport als Zweitfach auf Lehramt.

Heute ist er als Referendar am Hansa-Gymnasium in Köln tätig. Ein halbes Jahr steht ihm noch bis zu seiner Abschlussprüfung bevor, ehe er in eine Festanstellung als Lehrer übergeht. So viel Freude ihm sein Beruf auch bereitet, so litt darunter der Sport. Letzte Saison startete er noch für PSV Triathlon Bonn in der Ersten Liga. Der Wechsel zum PV Witten in die Zweite Liga erfolgte zum Beginn der neuen Saison. „Derzeit schwimme ich meistens nur noch einmal in der Woche“, erklärt Pupkes. Der Beruf lasse nicht mehr zu. Aber traurig ist er darüber nicht: „Am Abend gehe ich gerne laufen, das ist extrem wichtig als Ausgleich.“

Demnächst wolle er an einigen Straßenläufen teilnehmen, um zu prüfen, ob er noch immer seine Bestzeiten erreiche. Doch auch beim Triathlon geht es weiter, nur auf nicht mehr ganz so hohem Niveau. „Triathlon ist einfach so vielseitig“, nennt er die Vorzüge. Beim Radfahren könne man die Umgebung erkunden, das Schwimmen in Seen sei wunderbar und das Laufen stelle die natürlichste Gangart des Menschen dar. Kurz um: „Die Nähe zur Natur macht es so besonders.“

Zum Triathlon gekommen war er als Jugendlicher durch seinen Vater Lothar Pupkes, der diesen Sport in Varel Stück für Stück aufbaute. „Damals war es noch schwer mit Schwimmmöglichkeiten, deshalb war es anfangs nur ein Rad- und Laufverein“, erinnert sich Eike Carsten Pupkes. Eine Mannschaftssportart kam für ihn nie infrage: „Der Kampf gegen sich selbst hat mich immer gereizt.“

Derzeit bringt er an seiner Schule ein Projekt voran, in dem die Werte der UNESCO vermittelt werden sollen. Die Integration durch Sport steht dabei insbesondere im Vordergrund. Gemeinsam Boxen und Radfahren steht auf dem Programm. „Viele Kinder sehen ja nur dunkle Wände oder Häuser, wenn sie mit der U- oder S-Bahn zur Schule fahren“, findet Pupkes und hält es für wichtig, den Schülern die Umgebung näher zu bringen. „Manchmal“, so berichtet er, „sitzen Leute in meinem Unterricht, die vielleicht alle physikalischen Gesetze beherrschen, aber sich nicht auf Deutsch ausdrücken können.“ Um das zu ändern, wurde dieses Projekt ins Leben gerufen. Deshalb ist für Eike Carsten Pupkes „durch Sport auch so viel Gutes möglich“.

Eike Carsten Pupkeshat bei der Wahl von Frieslands „Sportlern des Jahres“, einer Gemeinschaftsaktion von NWZ  und Kreissportbund Friesland, gleich dreimal den Titel in der Kategorie Sportler gewonnen: 2001/2002, 2002/2003 und 2007/2008.

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