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NWZonline.de Region Friesland Lokalsport

VTB-Talente laufen in ungewisse Zukunft

03.02.2017

Varel Die Krise der bis Mitte vergangenen Jahres noch so lebhaften Leichtathletik-Abteilung des Vareler TB hat sich dramatisch zugespitzt. Inzwischen läuft in der einst größten Sparte des Vereins im wahrsten Sinne des Wortes fast gar nichts mehr.

Zu florierenden Zeiten waren unter den ebenso engagierten wie bei Kindern, Jugendlichen und Eltern äußerst beliebten Trainerinnen Birgit Plaß und Katharina Aey bis zu 180 Nachwuchsleichtathleten beim VTB aktiv. Doch nachdem sich Birgit Plaß im März 2016 aus gesundheitlichen Gründen und wegen Dissonanzen mit dem VTB-Vorstand entnervt zurückgezogen hatte und Katharina Aey im Dezember aus beruflichen und Studiengründen ihre langjährige Tätigkeit beendet hat, haben diverse Kinder den Verein bereits verlassen oder sind in eine andere VTB-Sparte gewechselt (die NWZ berichtete).

Übungsleiter dringend gesucht

Der Vareler TB ist weiter auf der Suche nach einer Übungsleiterin bzw. nach einem Übungsleiter für die Bereiche Kinder und/oder Jugend in der Leichtathletikabteilung. Trainingszeiten erfolgen nach Absprache. Eine Trainerlizenz ist laut Ausschreibung nicht Voraussetzung.

Der Erwerb einer Trainerlizenz kann von Vereinsseite unterstützt werden. Weitere, unverbindliche Informationen erteilt der Vorstand unter vtb-varel@ewetel.net.

Noch immer wurde kein geeigneter Nachfolger für das vakante Traineramt gefunden, obwohl dem VTB-Vorstand laut Aey schon im Juni des Vorjahres bekannt war, dass eine Nachfolgeregelung gefunden werden muss. „Das ist mir erst später zugetragen worden“, widersprach die Erste und einzige Vorsitzende des Vareler TB, Marlen Webersinke, am Dienstagabend überraschend auf Nachfrage. Zudem hätte sie ein „rechtzeitiges Signal“ erwartet, dass Birgit Plaß, „anders als von mir erhofft“, gar nicht wieder ins Traineramt beim VTB zurückkehren wird.

Fakt ist: Seit dem vergangenen Wochenende ist nun die nächste Eskalationsstufe erreicht, nachdem der Januar auch dank der Hilfe der beiden Interimstrainer Vilmos Gyöngyösi und Heike Kuntze-Gyöngyösi noch überbrückt werden konnte. Doch bis auf weiteres entfällt nun das Training am Montag und am Freitag komplett. Leidtragende sind montags rund 25 Kinder sowie freitags etwa 40 ganz junge Mädchen und Jungen.

Schwere Entscheidung

Grund: Fünf Helferinnen im Alter von 15 bis 17 Jahren, die unter Aey vor allem freitags regelmäßig mit viel Spaß und großem Engagement unterstützend bei der Sache waren, haben wegen unüberbrückbarer Differenzen mit der Vorsitzenden sowie der Interimstrainerin Heike Kuntze-Gyöngyösi hingeschmissen. „Uns tut es unendlich leid, dass es so kurzfristig war, aber es ging leider nicht anders, und wir haben uns mit der Entscheidung auch wirklich nicht leicht getan“, betonten die Helferinnen in einer Mitteilung an die Nachwuchsleichtathleten. Derweil wollte Webersinke zu den Ursachen der Unstimmigkeiten keine Stellung beziehen.

Fakt ist: Der VTB kann aktuell nur noch das Training am Mittwoch unter Kuntze-Gyöngyösi aufrecht erhalten. Die Trainingszeiten am Montag und Freitag sind vorerst ersatzlos gestrichen.

„Wir haben es an allen Ecken und Enden versucht, über die Presse, den Kreissportbund, an Schulen und der Universität – aber die Suche nach einem weiteren Übungsleiter blieb bisher leider ergebnislos“, bedauerte Webersinke. Dennoch suche man weiter händeringend nach möglichen Trainern, um den Trainingsbetrieb auch montags und freitags wieder aufnehmen zu können.

Findet der VTB-Vorstand allerdings nicht schnell eine Ersatzlösung, droht dem Verein dem Vernehmen nach nun eine Welle von Austritten und das Abwandern weiterer Athleten zu einem anderen Verein. „Mir liegt nichts ferner, als keine gute Leichtathletik-Abteilung im VTB zu haben“, erklärte Webersinke, selbst aktive Leichtathletin und Leiterin des VTB-Lauftreffs.

Jedoch sind die Aussichten für eine Wende zum Guten alles andere als rosig. Was die verfahrene Situation noch pikanter macht: Der vor Jahren unter Plaß und Aey gegründete Förderverein hat inzwischen 22 000 Euro für eine neue Hochsprunganlage im Vareler Waldstadion gesammelt, die dort seit langem fehlt. Auch Schulen und andere Vareler Vereine würden davon profitieren.

Finanzierung steht

„Wir möchten dieses Projekt natürlich gern zu Ende führen“, hat Aey stets betont. Auch die Stadt Varel hat sich in dieser Frage stark engagiert. Zudem stehen 20 000 Euro Zuschuss vom Landessportbund bereit. Die Finanzierung steht – Voraussetzung: Der VTB steht noch zu seiner Zusage, als Bauherr dieses Projektes aufzutreten. Dann könnte es 2018 losgehen. Doch gilt dies auch noch ohne eine schlagkräftige Leichtathletik-Abteilung?

„Auch wir haben das Projekt unterstützt und würden es weiter unterstützen – allerdings wird die Entscheidung davon abhängen, ob es bei uns auch in Zukunft noch eine Leichtathletik-Abteilung gibt“, äußerte sich Webersinke sehr zurückhaltend.

Henning Busch Lokalsport / Redaktion Friesland
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