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NWZonline.de Region Friesland Lokalsport

Vereine: Salinebucht trauern viele nach

11.08.2018

Wangerooge Am Anfang war nichts als mühevolle Arbeit im Schlick – inzwischen ist der Sportboothafen des Wangerooger Yachtclubs eine schickes Ziel. Dazwischen liegt ein halbes Jahrhundert. Am 25. August will der Verein sein 50-jähriges Bestehen mit einem Hafenfest feiern. „Alle Wassersportler von den Nachbarinseln und aus den Festlandshäfen sind eingeladen, mit uns das runde Jubiläum zu begehen“, sagt Vorsitzender Frank Zoeke. Verbunden wird die Jubiläumsfeier am Hafen mit der Regatta „Rund Wangeroog“.

Eine handvoll Männer „im besten Alter“ fand sich am 27. September 1968 zusammen, um den Yachtclub zu gründen. Bei der Erhöhung des Westgrodendeichs war an den Aalkuhlen ein tiefes Baggerloch entstanden. Dort hatte der Saugbagger Sand für den Deich entnommen. „Der Naturhafen war unendlich tief und führte auch bei Ebbe noch Wasser“, erinnern sich ältere Mitglieder des WYC.

Dort errichteten die Vereinsgründer die erste Anlegestelle für ihre Sportboote; unweit der Bahnhaltestelle Saline. Ein mehrere hundert Meter langer Holzsteg führte durchs Deichvorland bis zu den Aalkuhlen. Das ist die Stelle, an der heute die Inselbahn mit Hilfe zweier kleiner Brücken über die Priele geführt wird.

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Die Pfähle für den Holzsteg und die Anlegebrücke wurden aber nicht neu gekauft, sondern beim 1958 aufgegebenen Ostanleger gewonnen. In Schwerstarbeit spülte man dort die bemoosten und mit Muscheln besetzten Pfähle aus dem Sand, um sie sieben Kilometer weiter westwärts wieder in den Wattboden zu treiben.

Drei Jahre harte Arbeit

Drei Jahre werkelten die Männer der ersten Stunde, bevor der idyllische Naturhafen in Ortsnähe eingeweiht wurde. Da waren 240 Pfähle eingespült, 3000 Bohlen verschraubt und 5000 freiwillige Arbeitsstunden geleistet. „Wir hatten sogar ein kleines schwimmendes Klubhaus, die ,Elise‘, das dort vertäut lag“, weiß Frank Zoeke aus seiner Jugendzeit.

Doch schon vor 25 Jahren, als die Wangerooger mit Gästen vom Festland ein fröhliches Jubiläum feierten, schien das Ende des Naturidylls in der Salinebucht greifbar. Im Zuge der Verlegung der 620 Kilometer langen Gasleitung Europipe 1 vom norwegischen Draupner-Feld nach Dornumersiel wurden dem Gaskonzern Statoil Umweltauflagen gemacht. Es galt, die Eingriffe in den Nationalpark Wattenmeer zu kompensieren.

Der früherer Regierungspräsident Dr. Eckart Bode war es, der den „Deal“ mit dem damaligen Vorsitzenden Fred Zoeke einfädelte. Vereinbart wurde, den alten Salinehafen aufzugeben, der in der Ruhezone des Nationalparks lag und zu versanden drohte. Als Gegenleistung erhielt der WYC eine neue Betonsteganlage am Westanleger und ein schmuckes Klubhaus. Zudem verpflichteten sich die Norweger, eine feste Straße vom Westturm zum Hafen zu bauen. Das ganze Unterfangen kostet rund 5,5 Millionen D-Mark.

Eckart Bode erlebte die Fertigstellung des neuen Yachthafens nicht mehr. Er verunglückte am 16. Juni 1994 auf der A 7 bei Hannover. Am 1. Mai 1995 wurden der neue Sportboothafen mit Platz für 44 Boote und das wegen der Hochwassergefahr auf Pfählen errichtete Klubhaus eingeweiht. Damals strebte der WYC an, die neue Straße zum Hafen nach Dr. Bode zu benennen. Das ist bis heute nicht geschehen. Aber dafür ist es ja noch nicht zu spät.

Neue Steganlage

Der Wangerooger Yachtclub hat sich in den vergangenen Jahren weiter entwickelt. So wurde vor drei Jahren auch der Schwimmsteg des Niedersächsischen Hafenamts übernommen. Die Sturmfluten des letzten Herbstes haben dem Zugangssteg mächtig zugesetzt und es darf bezweifelt werden, ob die Substanz für eine Instandsetzung noch gut genug ist. Deshalb tragen sich Vorstand und Mitglieder inzwischen mit der Erneuerung der Steganlage, zumal der Sportboothafen von immer mehr Wassersportlern aus nah und fern angelaufen wird. Zugleich ist für viele Wassertouristen der Hafen Wangerooge ein Absprung für weitere Törns Richtung Holland, Elbe, Nordfriesland oder Ostsee.

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