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NWZonline.de Region Friesland Lokalsport

Er setzt fast jeden Schachmatt

04.01.2019

Zetel Im Friesensport vor allem als Ehrenamtlicher ist der Zeteler Herbert Braams kein Unbekannter, war er doch 25 Jahre lang Feldobmann des Friesischen Klootschießerverbands (FKV). Der 82-Jährige hat im Seniorenalter aber eine andere Sportart bei sich selbst wieder aufblühen lassen: Schach. Erfolgreich kehrte er nun mit dem Bronze-Pokal von der World Senior Chess Championship 2018 von Kreta in Griechenland zurück.

Mit dem Schachspielen hat er schon als 16-Jähriger begonnen. Mit 18 Jahren trat er dem Schachclub 1887 Wilhelmshaven bei. Braams: „Da habe ich in der Verbandsliga gespielt.“ Danach ging es im Schachclub Neuenburg weiter. Mit 25 Jahren ließ er die Figuren dann aber ruhen. „Ich habe dann 45 Jahre nicht gespielt.“ Wäre das nicht passiert, hätte es sicherlich nicht den Funktionär Herbert Braams im Klootschießen gegeben, wie er erklärt.

Im Seniorenalter konnte er es dann aber doch nicht mehr lassen: Im Schulschach gab er sein Wissen in den AGs in Bohlenberge, Zetel und der IGS Zetel über zehn Jahre weiter. Zweimal schafften die Nachwuchsspieler den Sprung zur Norddeutschen Meisterschaft. Er selbst hat gute Entwicklungen bei einigen Kindern durch das Schulfach Schach wahrgenommen: „Das Sozialverhalten wurde positiv verändert und schulische Leistungen verbessert.“

Herbert Braams hat seine Spielstärke über Fachzeitungen und Fachbücher verbessert. „Das hat mich nach vorn gebracht.“ Jeden Tag bringt er sich da mal schnell eineinhalb Stunden ein. „Schachcomputer“ ist ein Fremdwort im Hause Braams.

Vor drei Jahren hat er wegen Knieproblemen mit dem Boßeln aufgehört. Da nahm er an der Schach WM in Griechenland auf Kos teil. 340 Amateure brachten sich da in den verschiedenen Klassen ein. Für ihn sprang der 9. Platz heraus. „Das hat mir gut gefallen.“ Jetzt stand die WM der Senioren, ab 50 Jahre aufwärts, auf Kreta an.

188 Spieler umfasste das Teilnehmerfeld. Die Sportler waren nach der Spielstärke in sieben Gruppen eingeteilt. In seiner Gruppe spielten 34 Aktive aus 18 Nationen. Spielstark sind immer die Spieler aus Russland, Lettland, Neuseeland und Australien.

Neun Tage dauerte die WM. Bei dem Turnier gelten strikte Regeln: Wer mit einem Handy erwischt wird, fliegt aus dem Turnier. Um den Geräuschpegel gering zu halten, wurde der Saal mit einem sieben Zentimeter dicken Teppichboden ausgelegt.

Jeden Tag standen zwei Partien an, wobei bis zu zehn Stunden gespielt wurde. Der ehrgeizige Herbert Braams gab sich nach seinem dritten Platz selbstkritisch: „Gegen den späteren Weltmeister und Vizemeister, aus Russland und Lettland, war ich auf Gewinnkurs. Abgelenkt habe ich lapidare Fehler gemacht. Ich bin aber mit diesem Top-Platz sehr zufrieden.“ Die Schach WM der Profis hat er mit Interesse verfolgt. „Der Weltmeister Magnus Carlsen ist nervenstark.“ Nun freut er sich auf die nächste Schach-WM.

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