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NWZonline.de Region Friesland Lokalsport

Das Ende einer Boßel-Ära in Zetel

24.07.2019

Zetel Zum ersten Mal nach 25 Jahren wird der KBV Zetel-Osterende das Boßelturnier um den „High-Light-Cup“ in diesem Jahr nicht ausrichten. Grund dafür ist, dass sich das Orga-Team des Vereins mit Inge Jelitte, Hergen Hullen und Jens Hullmeine nach zum Teil 25-jähriger ehrenamtlicher Tätigkeit von ihrer Funktion aus beruflichen Gründen zurückgezogen hat – und Nachfolger sind noch nicht in Sicht.

Begonnen hat alles im Jahr 1992: Damals kam Jens Hullmeine nach der Europameisterschaft 1992 in Irland die Idee des Turniers. „Dort wurden in einer Tageszeitung täglich Wettkämpfe angekündigt, bei denen immer ein Werfer gegen einen anderen antritt. Und üblich war, dass immer Wetteinsätze mit im Spiel waren. Aus meiner Sicht war das sehr spannend und eine Bereicherung für den Boßelsport“, erinnert sich Hullmeine.

Der bis dahin im Boßelsport unbekannte, aber sportlich attraktive K.O.-Modus sowie die hohen Siegprämien, sorgten dafür, dass das erhoffte Teilnehmerfeld von 128 Mannschaften bereits bei der Erstauflage im Jahre 1994 erreicht wurde.

Der „High-Light-Cup“ war das erste Boßelturnier im Friesischen Klootschießerverband (FKV) und darf sich auch rühmen, bis dato das größte Turnier zu sein. Aber nicht jeder konnte sich mit dieser Veranstaltung anfreunden. So gab es auch kritische Stimmen, insbesondere von Funktionären. „Nach meiner Überzeugung ist das Boßeln um Geld weder Fluch noch Segen, sondern einfach nur eine sehr schöne und attraktive Weiterentwicklung der bis dahin bekannten Preis- und Pokalwerfen der verschiedenen Vereine in den Sommermonaten“, so Jens Hullmeine, der „Erfinder“ des Boßelturniers um den „High-Light-Cup“.

Und: „Diese Veranstaltung und die nachfolgenden Turniere hat die Boßlerinnen und Boßler näher zusammenrücken lassen.“ So hätte man den damals besten Werfer Harm Henkel aus Pfalzdorf und Europameister Frido Walter bei der Erstauflage des Turniers selbst bewundern können. „Für mich bleiben die Begegnungen mit den vielen Sportlerinnen und Sportlern aus dem gesamten FKV, aber auch aus den Niederlanden und aus Nordrhein-Westfalen in wunderschöner Erinnerung.“

Auch der Zusammenhalt im ausrichtenden Verein Zetel-Osterende bei der Planung und Durchführung des Turniers mit der großen Zahl von Helferinnen und Helfern haben Hullmeine „nachhaltig beeindruckt“.

Der „High-Light-Cup“ wurde in den vergangenen 25 Jahren immer wieder weiterentwickelt. So wurde aufgrund der steigenden Anmeldezahlen ein Qualifikationsturnier der Männer eingeführt, das jeweils am Tag vor der sonntäglichen Hauptrunde mit bis zu 64 Mannschaften ausgetragen wurde und bei dem sich die besten acht Mannschaften, neben einer Siegprämie, ein Ticket für die Hauptrunde sichern konnten.

„In manchen Jahren hatten wir bei den Männern weit über 200 Anmeldungen von Mannschaften, die teilnehmen wollten,“ erinnert sich Jens Hullmeine. Zum 5-jährigen Jubiläum wurde ein Mixed-Turnier eingeführt, auch Turniere der Frauen, der Männer III/IV sowie ein Turnier für die männliche Jugend, das aber nach ein paar Jahren aufgrund mangelnder Resonanz wieder aufgegeben werden musste, kamen dazu.

Das Problem der Terminüberschneidungen mit anderen Veranstaltungen im Friesensport hat der FKV glücklicherweise schnell gelöst und den „High-Light-Cup“ in den offiziellen Terminkalender aufgenommen. Der FKV habe das Turnier dazu sehr positiv begleitet.

Nachdem auf der Fuhrenkampstraße in Zetel in den letzten 25 Jahren mehrere tausend Mannschaften viele zehntausend Würfe absolviert haben, wird es in diesem Jahr am letzten Juli-Wochenende dort sehr ruhig bleiben. Aber es ist nicht ausgeschlossen, dass sich aus dem KBV Zetel-Osterende heraus ein neues Orga-Team bildet und dem „High-Light-Cup“ wieder neues Leben einhaucht. Jens Hullmeine: „Ich würde mich sehr freuen, wenn sich ein neues Orga-Team findet und es eine Neuauflage des Turnieres gibt und damit die Tradition fortgeführt wird.“

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