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NWZonline.de Region Friesland Lokalsport

Zeteler Radsportler: Michael Olbrich tritt mit großem Erfolg in Pedale

17.03.2020

Zetel /Schortens Mit großem Erfolg in die Pedale getreten ist Michael Olbrich im vergangenen Jahr. So holte sich der Zeteler Radsportler den Bezirksmeistertitel und wurde Vize-Landesmeister. Außerdem nahm er erfolgreich am Radmarathon-Cup teil, der deutschlandweit vom Bund Deutscher Radfahrer (BDR) ausgerichtet wurde.

Die Radmarathon-Strecken sind immer über 220 Kilometer lang und weisen teilweise 3500 Höhenmeter auf. Dazu besuchte Olbrich in 2019 Veranstaltungen in Niedersachsen, Westfalen und Hessen. So kam er am Ende auf eine Leistung von 15 984 Kilometern – gleichbedeutend mit dem Gewinn der Bezirksmeisterschaft in Weser-Ems und Rang zwei auf Landesebene.

Anfänge in der Jugend

Olbrich schraubte schon in jungen Jahren gerne an Fahrrädern. „Wenn meine Freunde zum Fußballplatz gegangen sind, habe ich ein paar schnelle Runden auf dem damaligen Sportrad gedreht“, erinnert sich der 60-Jährige. 1978 kaufte er sich das erste richtige Wettkampfrad für 760 DM und trainierte kontinuierlich. „Mein heutiges Wettkampfrad kostet 7300 Euro, ist also unwesentlich teurer“, scherzt der gelernte Heizungsbauer.

1981/82 nahm Olbrich dann als aktiver Rennfahrer an ersten kleinen Radrennen teil. Seine Premiere war ein Kriterium in der Innenstadt von Varel. Kurze Geraden und zu viele winkelige Kurven machten dieses Rennen extrem schwer. „Geschuldet durch meine Unwissenheit, war das die Hölle für mich. Leider merkte ich später schnell, dass mein Trainingsspektrum berufsbedingt zu wenig Raum ließ, um gute Erfolge einfahren zu können“, sagt Olbrich.

Er habe dann die Radrennen sein gelassen und sich der Radtourenszene angeschlossen. Dort werde zwar auch schnell mit Rennrädern gefahren, aber nicht auf abgesperrten Straßen, sondern im öffentlichen Verkehr. Die zu bewältigenden Distanzen betragen hier meistens 120 bis 150 Kilometer.

Nicht so anonym

Bei einer Radtourenfahr-Veranstaltung (RTF) zählt noch mehr die gesellige Gemeinschaft. „Es ist nicht so anonym wie bei Radrennen. Es ist herrlich, mit einer funktionierenden Gruppe nach 150 Kilometern und einer guten Zeit wieder ins Ziel zu kommen“, erklärt Olbrich, der es bereits auf einige Titel gebracht hat. Viermal Bezirksmeister, dreimal Landesmeister und einmal Vizelandesmeister in den Altersklassen Junioren 2 sowie Männer 1, Männer 2 und Männer 3.

Den zweiten Landesmeistertitel hat der in Schortens wohnende Olbrich mit fast 21 000 Kilometern eingefahren. Das schafft mancher in einem Jahr mit seinem Auto nicht. Zudem meisterte er erfolgreiche Teilnahmen an Marathon-Veranstaltungen in Deutschland und im angrenzenden Ausland. Diese Wettbewerbe gehören zu einer Prestige-Serie, die speziell vom BDR ausgeschrieben wird. „Als Höhepunkte betrachte ich die dreifache Teilnahme an der Vättarn-Rundfahrt in Schweden. Dieser Marathon geht über 300 Kilometer. Es sind meistens über 25 000 Teilnehmer mit dabei.“

In seiner langen Zeit als Radtourenfahrer hat Olbrich eine ganze Menge erlebt. „Ich und noch weitere 630 Starter haben mal morgens um 6 Uhr auf dem Marktplatz im strömenden Regen auf den Bürgermeister gewartet, der den bergischen Marathon starten sollte. Er kam dann um 6.30 Uhr mit der Presse und konnte sich nicht vorstellen, dass tatsächlich Sportler bei dem Wetter Fahrrad fahren würden“, erzählt der Hobbyradler.

Einmal seien sie vom damaligen Außenminister Sigmar Gabriel gestartet worden. „Er war wohl im Wahlkampf“, erklärt Olbrich. Außerdem seien auf den großen Events viele Ex-Profis wie Jan Ullrich, Erik Zabel, Olaf Ludwig, Udo Bölts und andere vor Ort gewesen.

Neben dem aktiven Radsport engagiert sich der Zeteler seit etwa 15 Jahren auch als Kampfrichter (Kommissär). Dazu fand er über den damaligen höchsten Rennsport-Kommissär, den die Radsportler in Weser-Ems hatten: Peter Pantsch aus Varel. „Pantsch suchte noch Verstärkung in seinem Kommissärs-Team. Und somit habe ich erfolgreich die Ausbildung zum Kommissär absolviert“, so Olbrich. Nach ein paar Jahren habe er den Lehrgang zum Vorsitzenden des Kommissärs- Kollegium (VKK) erfolgreich absolviert. Somit führt er seit zwei Jahren die Tätigkeit von Pantsch im Bezirk weiter.

Für Radsport begeistern

Davor war er zehn Jahre lang RTF-Bezirksfachwart. Seine Motivation sei die Leidenschaft zum kompletten Radsport und ein sehr gutes, funktionierendes Vorstandsteam. „Wir möchten gemeinsam versuchen, dass noch mehr Leute in die Vereine eintreten und wir uns noch besser präsentieren können.“

Auch die Funktionärs-Ebene habe ihre Reize. „Ich hatte in den Vorjahren das Vergnügen, an nationalen Profirennen als Motorrad-Kommissär wie etwa bei der internationalen Niedersachsen-Rundfahrt oder der internationalen Junioren-Rundfahrt teilnehmen zu dürfen“, sagt er. Zudem steigt der 60-Jährige weiterhin so oft wie es geht aufs Rad.

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