Wittmund - Rund 100 Tonnen Material wurden schon nach Laage gebracht, die Bürocontainer sind ausgestattet und betriebsbereit – nur die Verlegung der ersten Eurofighter vom Flugplatz Wittmundhafen nach Laage in Mecklenburg-Vorpommern musste am Mittwoch abgeblasen werden. „Der Flug fällt wegen Schlechtwetter aus“, teilte Oberstleutnant und Kommodore Jürgen Schumann am frühen Morgen mit: Beim Wetterbriefing um 6.30 Uhr hat sich herausgestellt, dass eine starke Gewitterfront über dem Nordwesten hängt. „Wir setzen unsere Leute dann keiner unnötigen Gefahr aus“, so Schumann.
Und so steht an diesem Donnerstag ein erneuter Anlauf zur Verlegung der 19 Eurofighter des Taktischen Luftwaffengeschwaders 71 „Richthofen“ an. Abzuwarten bleibt, ob das Wetter im Nordwesten, aber auch im Nordosten das zulässt.
Fest steht: Ab 1. Februar findet der Flugbetrieb der Richthofener von Laage aus, Heimat des Taktischen Luftwaffengeschwaders 73 „Steinhoff“, statt – bis dahin müssen die Eurofighter dorthin verlegt sein. Bis Oktober 2024 bleibt es dann still auf dem Flugplatz Wittmundhafen – jedenfalls bis auf den Baulärm.
Die Richthofener räumen ihren Flugplatz, damit dort in großem Stil umgebaut und modernisiert werden kann. Zu den Umbauten zählen unter anderem der Umbau der Start- und Landebahn, der Rollwege und die Sanierung der Shelter.
230 bis 240 Soldaten und zivile Mitarbeiter sind von der Räumung betroffen: sie arbeiten im 14-Tage-Rhythmus wechselweise in Mecklenburg-Vorpommern. Die derzeitige Planung sieht vor, dass die Baumaßnahmen am Standort Wittmundhafen bis Oktober 2024 abgeschlossen sein sollen. Die Planungen zur Modernisierung des Flugplatzes Wittmundhafen begannen 2016; ab 2020 – da herrschte längst Ungeduld und Unmut beim Richthofen-Geschwader – begann der Bau neuer Gebäude. Mit der Verlegung nach Laage stehen nun die richtig großen Baumaßnahmen an.
