Zeichen setzen für Frieden und Versöhnung, Erinnerung an die Opfer der Kriege und der Verfolgung, Überwindung von Grenzen und Feindbildern – das waren 1948 die Ziele der Stiftung „Jeverländisches Mahnmal“. Doch danach sieht es derzeit nicht aus, so Kreispfarrer Christian Scheuer beim Himmelfahrts-Gottesdienst am Mahnmal am Upschloot. Scheuer verkündete in seiner Predigt, die er unter dem weit sichtbaren Kreuz des Mahnmals an der Grenze des Jeverlandes zu Ostfriesland hielt, die Botschaft aus Daniel 7 / 1-3 und 9-14. Es sei aktuell nur ein kleiner Schritt aus der altorientalischen Geschichte mitten hinein in die bedrückende Gegenwart. Er verglich den Herrscher im Kreml mit den blutrünstigen Tieren aus Daniels Apokalypse. So bleibe die Hoffnung wie bei Daniel, dass sich der Himmel öffnet und dieser chaotischen Szene ein Ende setzt. Musikalisch begleiteten Bläserinnen und Bläser der Posaunenchöre Cleverns-Sandel und Jever mit Kreiskantor Klaus Wedel den gut besuchten Freiluftgottesdienst. Scheuer dankte den Alterskameraden der Feuerwehr Cleverns und den Johannitern für ihre Unterstützung.