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Unternehmen Majorel in Roffhausen spendet 11000 Euro Gut investiertes Geld für traurige Schicksale

Freude über die Spende (von links): Sabine Heßler (Majorel) Inge Pucklitsch-Weyerts (Schlüsselblume), Corinna Rüsche (Majorel Betriebsrat), Sabine Gastmann (Schlüsselblume), Jörg Kaden, Ulf Gerdes und Michael Drijsen (Majorel) sowie Kim Friedrichs vom Kinder- und Jugendhospiz.

Freude über die Spende (von links): Sabine Heßler (Majorel) Inge Pucklitsch-Weyerts (Schlüsselblume), Corinna Rüsche (Majorel Betriebsrat), Sabine Gastmann (Schlüsselblume), Jörg Kaden, Ulf Gerdes und Michael Drijsen (Majorel) sowie Kim Friedrichs vom Kinder- und Jugendhospiz.

Oliver Braun

Roffhausen - Erneut unterstützt der Callcenter-Betreiber und Kommunikations-Dienstleister Majorel mit Sitz auf dem TCN-Gelände in Roffhausen regionale Projekte und Organisationen mit großzügigen Spenden: Insgesamt 6000 Euro gehen diesmal jeweils zur Hälfte an den Verein Schlüsselblume sowie an das Kinder- und Jugendhospiz „Joshuas Engelreich“ in Wilhelmshaven. Weitere 5000 Euro fließen an Hilfsorganisationen zur Ukraine-Hilfe, namentlich an die Initiative „Deutschland hilft“ sowie an UNICEF. Das berichteten Sabine Heßler und Ulf Gerdes von der Geschäftsleitung der Majorel Wilhelmshaven GmbH bei der Spendenübergabe an die lokalen Empfänger am Dienstag in Roffhausen.

Die alljährliche Spendenaktion wird insbesondere durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Majorel getragen, die bereits einige Wochen zuvor aufgefordert worden waren, ihnen am Herzen liegenden Projekte und Organisationen vorzuschlagen. Geschäftsleitung und Betriebsrat wählten anschließend gemeinsam Organisationen aus, die sowohl einen regionalen als auch karitativen Charakter aufweisen.

Verein schlüsselblume

Der Verein Schlüsselblume ist eine an der Weserstraße in Wilhelmshaven ansässige Beratungsstelle für Kinder und Jugendliche, die mit sexueller Gewalt konfrontiert sind oder waren. Und die „Schlüsselblume“ fungiert auch als Anlaufstelle für Personen, die den Verdacht haben, dass in ihrem Umfeld Kinder oder Jugendliche sexueller Gewalt ausgesetzt sind und die unsicher sind, wie sie sich verhalten sollen. Vorsitzende des kleinen Teams aus ehrenamtlichen Beraterinnen und Beratern, die immer telefonisch oder aber direkt vor Ort erreichbar sind, ist Sabine Gastmann. Und sie stellt leider fest, dass auch in diesem Jahr wieder rund 50 Fälle neu hinzugekommen sind – und das nur für den Bereich Friesland und Wilhelmshaven.

Ob es dabei tatsächlich auch jedes Mal um Missbrauch geht oder sich ein Verdacht möglicherweise als unbegründet erwiesen hat, kann sie nicht sagen. Denn: „Wir sind nicht die Polizei und erstatten auch keine Anzeige, wenn die Betroffenen das nicht wollen.“ Der Verein berät, hilft und unterstützt. „Insgesamt sind Kindergärten, Schulen und Jugendämter in den vergangenen Jahren aber auch sensibler geworden bei dem Thema, schauen genauer hin und melden sich dann auch bei uns“, sagt Sabine Gastmann. Die Spende werde für die tägliche Arbeit eingesetzt. Die Schlüsselblume benötigt jährlich rund 40 000 Euro, um ihre Ausgaben decken zu können, nur ein kleiner Teil kommt als Zuschuss von Stadt und Land, für den großen Rest ist der Verein auf Spenden angewiesen.

„Joshuas Engelreich“

Das Kinder- und Jugendhospiz „Joshuas Engelreich“ kümmert sich um unheilbar erkrankte Kinder und Jugendliche, berichtet Kim Friedrichs, die für das Hospiz die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit macht. Acht Plätze bietet das Haus an der Kurt-Schumacher-Straße in Wilhelmshaven. Im Gegensatz zu einem Hospiz für Erwachsene verbringen die meisten der jungen Gäste und ihre Familien nur einige Wochen im Hospiz, um dann gestärkt nach Hause zu fahren.


Das Hospiz stehe Kindern und Jugendlichen bzw. deren Familien aus dem gesamten Bundesgebiet offen – vor allem aber Eltern erkrankter Kinder aus Nordrhein-Westfalen nutzen das Angebot wegen der guten Luft an der Küste, sagt Friedrichs. Die Begleitung könne über Monate oder sogar über Jahre andauern.

Das Kinder- und Jugendhospiz bekommt mehr als 90 Prozent der Kosten von den jeweiligen Kostenträgern erstattet – auch hier muss der Rest der benötigten Gelder über Spenden eingeworben werden.

Ein noch relativ neues Angebot sei die Geschwisterinsel. „Das ist ein Ort für die Geschwister der uns anvertrauten erkrankten jungen Menschen, an dem sie ihren Gefühlen Raum geben, spielen und kreativ sein können“, sagt Kim Friedrichs. Begleitet werden die Geschwister in den Stunden ihres Aufenthalts von dem Pädagogischen Team und von Ehrenamtlichen.

Oliver Braun
Oliver Braun Redaktion Jever
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