Moorwinkelsdamm - Dröhnende Motoren, waghalsig durch die Kurven driftende internationale Stahlschuh-Asse auf Motorrädern ohne Bremsen und jede Menge packende Positionskämpfe bei der Jagd nach Punkten im Kampf um den begehrten Titel „Master of Speedway“: Zum großen Bahnsport-Spektakel in der Friesischen Wehde erwarten die Organisatoren des MSC Moorwinkelsdamm an diesem Samstag, 7. Mai, bis zu 3000 Zuschauer in der „SVG-AG Arena“ am Linsweger Weg.
Der Ablauf
Zwei Jahre in Folge hatte die Veranstaltung coronabedingt abgesagt werden müssen, nun geht es auf der frisch präparierten Bahn erstmals wieder richtig zur Sache. Den großen Renntag läuten ab 14 Uhr die Nachwuchsfahrer in verschiedenen Altersklassen ein, bevor ab 20 Uhr die Profis unter Flutlicht ihren neuen Titelträger ermitteln.
Die Favoriten
Rennleiter Matthias Maaßen ist es gelungen, ein attraktives Starterfeld mit 16 Profi-Fahrern zusammenzustellen – durch direkten Kontakt oder über deren Manager. So rollen am Samstag neben Startern aus Deutschland auch Profis aus Lettland, Schweden, Polen, Dänemark, Tschechien und Frankreich ans Startband des Speedway-Ovals. Darunter im Franzosen Mathieu Tresarrieu ein ehemaliger Welt- und Europameister auf der Langbahn sowie in Patrick Hansen ein Teilnehmer an den EM-Finals von 2021.
Der gastgebende MSC Moorwinkelsdamm schickt an diesem Samstagnachmittag beim „Master of Speedway“ auch diverse hoffnungsvolle Nachwuchstalente ans Startband. „Bei den Junioren haben wir in jeder Klasse die Möglichkeit, dass ein Clubfahrer das Rennen für sich entscheiden kann“, sagt der MSCM-Vorsitzende Jochen Rädiker.
Bei den Junioren A ist es Elyas Dirksen, bei den Junioren B sind es Lester Matthijssen und Thies Schweer. Hinzu kommen Mika Fynn Janßen in der Junioren-C-Klasse sowie in der U 21 Ann-Kathrin Gerdes, Nynke und Jeffrey Sijbesma.
Das Training der Junioren beginnt um 14 Uhr, der Renntag um 14.45 Uhr.
Der Pole Adrian Miedzinski war in seiner Karriere bereits Junioren-Weltmeister im Einzel und im Team. Hinzu kommt in Vaclav Milik ein weiterer EM-Finalteilnehmer und zugleich mehrfacher tschechischer Meister.
Zu den größten Favoriten auf den „Master of Speedway“-Titel am Samstagabend zählt neben Milik und Miedzinski auch der Pole Jakub Jamrog. „Sie sind die Erfahrensten – und die Fahrer mit den aktuellen besten Leistungen in der polnischen Liga“, erläutert Rädiker.
Der neue Modus
Die Planung des Rennablaufs hat Maaßen als Rennleiter inne – und dabei gibt es im Vergleich zu den Vorjahren eine Neuerung in der Hauptklasse. Gefahren wird an diesem Samstag nämlich im sogenannten Grand-Prix-Modus.
„23 Rennläufe, eine Klasse, ein Sieger, Spannung pur“, bringen es die Organisatoren des MSC Moorwinkelsdamm um den Vorsitzenden Jochen Rädiker auf den Punkt. Und so funktioniert es: Jeder Starter absolviert zunächst fünf Vorläufe, wobei jeder gegen jeden fährt. Die best Acht nach insgesamt 20 Vorläufen qualifizieren sich für die zwei Halbfinal-Läufe. Ab dann beginnt alles bei Null. Nur die beiden Besten aus jedem Halbfinale kommen ins Finale. Und wer dort als Erster über die Ziellinie rast, darf sich „Master of Speedway 2022“ nennen.
Die Spannung
„Die Leistungsdichte und die Läufe versprechen mehr Spannung“, erläutert Rädiker: „Es wird eine kurzweilige Veranstaltung mit mehr Rennläufen in der Hauptklasse, ohne lange Bahndienstpausen. Trotzdem kommen alle Jugend- und Vereinsfahrer am Nachmittag zum Zuge, so dass wir trotz der Abendveranstaltung ein familienfreundliches Programm bieten können.“
