„Schließung der Rheuma-Praxis wäre maximales Problem für Patienten“

Mit Entsetzen habe ich in der regionalen Presse lesen können, dass die Rheumatologische Praxis von Professor Dr. Mayet in Sanderbusch zum Jahresende geschlossen werden soll. Zurecht wurde dieser Sachverhalt als Katastrophe beschrieben. Hierzu muss man wissen, dass die Praxis in Sanderbusch, wie auch der namentlich nicht genannte Kollege in Wilhelmshaven die einzigen ihres Faches in unserer Region sind. Erst wieder in Emden und dann in Oldenburg gibt es mit kaum zu bewältigenden Anlauf entsprechende Rheuma-Praxen. Gleichwohl muss man zur Kenntnis nehmen, dass Prof. Dr. Majet wie auch der Kollege in WHV bereits im wohlverdienten Rentenalter sich befinden und ihre Tätigkeiten Größtenteils nur noch aufgrund ihres Verantwortungsgefühls gegenüber ihren Patienten ausüben, weil es keine oder kaum Aussichten auf Nachfolge gibt.

Wenn nun ein Grund der vertragsgemäße Auslauf eines Arbeitnehmerüberlassungsvertrages zwischen der Praxis Majet und dem NWK (LKR-FRI) ist, sollten Landrat und NWK Geschäftsführung unverzüglich hier ein flexible Lösung anbieten! Gleichwohl sollten alle politischen und anderweitigen Verantwortlichen hier alles in Bewegung setzten (Förderungen), um im aktuellen Fall, wie auch für die Zukunft eine Lösung herbei zu führen. Die Heimtücke der Rheuma-Krankheit erlaubt hier keinen Aufschub oder Ausfall. Es ist dringend angezeigt, insgesamt die medizinische Versorgung der Bevölkerung für heute und morgen in der politischen Agenda ganz oben anzusiedeln. Dieses gilt für die Region Friesland-Wilhelmshaven insbesondere, da mit dem Klinik Neubau in WHV Investitionen im sehr hohen Millionenbereich vorgesehen sind.

Udo Albers Jever