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Gastronomie im Wangerland Räumungsklage gegen Investor und das Restaurant im Wellenbad Hooksiel

Hat jetzt die Räumungsklage erhalten: Investor Carsten Hippenstiel.

Hat jetzt die Räumungsklage erhalten: Investor Carsten Hippenstiel.

Sebastian Urbanczyk

Hooksiel - Neuigkeiten im Streit um die Wiedereröffnung des Restaurants im Meerwasser-Hallenwellenbad Hooksiel: Die Wangerland Touristik GmbH (WTG) hat nun eine Räumungsklage gegen den Restaurant-Investor Carsten Hippenstiel eingereicht. Sowohl der Geschäftsführer der WTG, Armin Kanning, als auch Hippenstiel selbst haben dies bestätigt. Bereits Ende September hatte Kanning in einem Interview erklärt, dass ein Gang vor Gericht wahrscheinlich unvermeidbar sei. „Wir setzen jetzt um, was wir bereits angekündigt hatten“, sagte Kanning.

Zugang zu den Räumen

Die WTG möchte durch die Klage wieder Zugang zum Gebäude erhalten und eventuell notwendige Arbeiten abschließen können. „Unser Ziel ist nach wie vor, einen Betreiber für das Restaurant zu finden“, betonte Kanning. Ob es sich dabei um die Wittmunder Gastro-Familie handelt, die Hippenstiel Anfang Mai vorgestellt hatte, ist jedoch noch unklar. „Natürlich haben wir inzwischen Kontakt gehalten, aber momentan können wir nicht mehr sagen, als dass sie immer noch nicht hineinkann“, erklärte Kanning.

Allerdings besteht jedoch immer noch die Möglichkeit, einem anderen Betreiber den Zuschlag zu geben. Dieter Schäfermeier von Pro Wangerland hatte kürzlich von einem Plan B gesprochen, ohne diesen genauer zu beschreiben.

Anwälte sprechen

Der erste Verhandlungstermin bezüglich der eingereichten Klage vor dem Oldenburger Landgericht steht noch aus – zunächst müssen sich nun erst einmal die Rechtsanwälte äußern. Carsten Hippenstiels Interessen werden vom Cloppenburger Rechtsanwalt Bernhard Tepe vertreten. In Wangerland ist Tepe kein Unbekannter, da er bereits während des Bürgerbegehrens die Bürgerinitiative für den Erhalt des Meerwasser-Hallenwellenbades rechtlich beraten und vertreten hat. Zur aktuellen Räumungsklage wollte sich Tepe auf Nachfrage allerdings nicht äußern. Hippenstiel selbst hatte in der Vergangenheit immer wieder betont, dass er die Kündigung zum 31. Mai nicht akzeptiert habe. „Es gab keinen Grund dafür, denn wir haben vertraglich nie festgelegt, wann das Restaurant eröffnen soll“, sagte der Investor. Außerdem sei das Bad längere Zeit geschlossen gewesen.

Mehrere Versuche

In der Vergangenheit wurden mehrfach Versuche unternommen (sowohl von der Gemeinde als auch von der WTG), gemeinsam mit dem Investor an einer Lösung zu arbeiten. Anfang Mai hatten Verwaltung und WTG vorgeschlagen, Hippenstiel eine Fristverlängerung bis Ende Juni für die Fertigstellung der Renovierungsarbeiten einzuräumen. Dies wurde jedoch letztendlich von der Politik abgelehnt.


Nun liegt die Zukunft des Restaurants also in den Händen der Anwälte – und Besucher des Hallenwellenbades müssen noch einige Zeit auf einen Restaurantbesuch verzichten müssen.

Sebastian Urbanczyk
Sebastian Urbanczyk Lokalredaktion, Jeversches Wochenblatt
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