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Mietwohnungen in Friesland Preise in vergangenen Jahren stark angestiegen

Wer zur Miete wohnen will, muss inzwischen tiefer in die Tasche greifen. Das zeigt eine Anfrage des Bundestagsabgeordneten Victor Perli (Linke)

Wer zur Miete wohnen will, muss inzwischen tiefer in die Tasche greifen. Das zeigt eine Anfrage des Bundestagsabgeordneten Victor Perli (Linke)

Symbolbild/dpa

Friesland - Die Mietpreise im Landkreis Friesland sind in den vergangenen Jahren stark gestiegen. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage des Bundestagsabgeordneten Victor Perli (Linke) hervor. Demnach sind die Angebotsmieten im Zeitraum von 2018 bis 2023 um 28 Prozent gestiegen. Im vergangenen Jahr mussten Wohnungssuchende im Landkreis demnach durchschnittlich 7,50 Euro Kaltmiete pro Quadratmeter hinlegen.

Nicht nur auf Neubau achten

Die ausgewerteten Angebotsmieten basieren dabei auf Inseraten aus Immobilienplattformen und von Zeitungen für Erst- und Wiedervermietungen von Wohnungen im Neubau und im Gebäudebestand. Sie spiegeln also das Angebot wider, auf das Wohnungssuchende treffen, wenn sie im Internet nach einer Mietwohnung suchen, teilt das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen mit. Als Quelle werden die Datenbanken der IDN ImmoDaten GmbH mit Inseraten aus mehr als 120 Immobilienportalen und Zeitungen verwendet.

„Die Zahlen belegen einen rasanten Anstieg der Mietpreise. Die Wohnkosten steigen deutlich schneller als Löhne und Renten. Das ist eine erhebliche Belastung vor allem für Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen. Die bisherigen Versuche von Bund und Land den Mietanstieg zu bremsen, sind gescheitert. Es braucht einen gesetzlichen Mietendeckel, der Mietpreise oberhalb der ortsüblichen Vergleichsmiete erschwert“, so der Bundestagsabgeordnete Perli. Die Politik müsse bezahlbaren Wohnraum für alle gewährleisten.

Auch Torge Heinisch (Die Linke) aus dem Gemeinderat Sande, bereiten die Zahlen große Sorgen. „Es ist besorgniserregend, dass der Anstieg der Mieten überdurchschnittlich hoch ist. Selbst in der Fläche und im ländlichen Raum steigen die Mietpreise stark an. Das bedeutet für viele Menschen, dass es immer schwerer wird eine bezahlbare Wohnung zu finden“, meint er. Neubau alleine könne dabei nicht die Lösung sein, auch die Bestandswohnungen müssen laut Heinisch in Blick genommen werden.

Mietspiegel wird erstellt

Mehr Transparenz und damit auch mehr Fairness auf den Wohnungsmarkt will der Landkreis durch die erstmalige Erstellung eines qualifizierten Mietspiegels bringen. Dieser wird nach wissenschaftlichen Standards erstellt und zeigt die Höhe der ortsüblichen Mieten. Bei Streitigkeiten über die Miete können sowohl Vermieter als auch Mieter den Mietspiegel heranziehen. Ergebnisse des Mietspiegels liegen laut Landkreis voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2024 vor. Den Antrag für solch eine Erstellung hatte 2023 die inzwischen aufgelöste Gruppe „Die linke Fraktion“ (Die Linke/Die Partei) eingebracht. Dieser fand damals eine politische Mehrheit.

Jonas Hegen
Jonas Hegen Lokalredaktion, Jeversches Wochenblatt
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