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Eiskunstfestival in Schortens Milde Temperaturen greifen Pocahontas’ Arm an – und doch gefiel’s

In der Eisbildhauerwerkstatt duften Kinder mit kleinem Beil und Speitel an kleineren Eisblöcken kreativ werden.

In der Eisbildhauerwerkstatt duften Kinder mit kleinem Beil und Speitel an kleineren Eisblöcken kreativ werden.

Oliver Braun

Schortens - Am Ende wollte es Ragna Reusch zu perfekt machen mit ihrer eisigen Pocahontas. Mit der Kettensäge verpasste die Bildhauerin aus Eutin ihrer Disney-Figur den letzten Schliff, dann brach der linke Arm weg. „Schade“, sagt die Künstlerin, „es ist einfach zu mild heute, das Eis bekommt schon Risse und wird brüchig.“ Die Figur schmilzt dahin, noch bevor sie richtig fertig ist. Aber so ist das mit Kunst aus Eis: Sie ist vergänglich.

Etwas zu warm

Mit den zu milden Temperaturen hatten auch die anderen Bildhauer auf dem Schortenser Eiskunstfestival am Sonntag ihre liebe Not. Aber für ein paar Stunden war der Schortenser Ortskern ein kleines bisschen Disney-Land: Olaf, der Schneemann, etwa entstand unter den Händen von Bildhauerin Lea Diehl an der Bahnhofstraße vor Findus, Karina Cooper, die gerade aus dem Ruhrgebiet zurückzieht ins Oldenburger Land, hatte ihren Eisblock in der Oldenburger Straße in Pluto verwandelt, der Portugiese Joao Malheiro arbeitete in der Menkestraße an Meerjungfrau Arielle und Simone Levy ließ ein paar Meter weiter den Löwen Simba aus Eis entstehen. Mit dabei auch wieder Christian Fischer, der in der Alten Ladestraße den „König der Löwen“ erschuf.

Workshop am Eis

Auch wenn die Eisbildhauerei unter etwas erschwerten Bedingungen stattfand: Den Besuchern, die in Scharen kamen und sich das ansahen, gefiel’s. Und auch Heide Schröder-Ward und Stefan de Buhr vom Schortenser Stadtmarketing als Veranstalter fiel ein Stein vom Herzen. Denn Tage zuvor hatten die Wetter-Apps für Sonntag noch Dauerregen und stürmische Winde vorausgesagt, und der regnerische Sonntagmorgen ließ zunächst nichts Gutes befürchten. Doch das Gegenteil trat ein: Ab mittags blieb es trocken, windstill und wurde es richtig schön sonnig.

Zum Gelingen des Eiskunstfestivals trugen viele weitere Aktivposten bei: Zum einen der örtliche Handel, der die Geschäfte zum verkaufsoffenen Sonntag öffnete. Das Bürgerhaus-Team, das zum großen Winterflohmarkt Leute in die Stadt lockte. Eine Schmiedewerkstadt, die aus dem Festival ein Feuer- und Eisfestival machte. Überhaupt war nicht nur Zugucken, sondern Mitmachen angesagt: Auf dem City-Parkplatz wurden heiße Eisen geschmiedet, und nebenan in der Eisbildhauerwerkstatt konnte jeder, der es ausprobieren wollte, selbst mal kleine Eisblöcke mit Beil und Speitel bearbeiten. Vor allem die Kinder machen davon – unter Aufsicht – gern und reichlich Gebrauch. Voll besetzte Cafés und eine Rallye für Kinder zu den Motiven der Eisskulpturen machten aus allem einen rundum gelungenen Sonntagnachmittag. 

Oliver Braun
Oliver Braun Redaktion Jever
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