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Selbstgemachte Andenken Besondere Souvenirs aus Minsen

Jule Hauken
Monika Löffler hat in Minsen ihr Lädchen eröffnet, in dem sie selbstgemachte Deko und Andenken verkauft: Auch mit Hundemotiven.

Monika Löffler hat in Minsen ihr Lädchen eröffnet, in dem sie selbstgemachte Deko und Andenken verkauft: Auch mit Hundemotiven.

Jule Hauken

Minsen - Monika Löffler aus Minsen hat vor ihrem Haus im Ahornweg ein Lädchen zur Selbstbedienung aufgestellt. Dort verkauft sie selbstgemachte Deko und Andenken.

„Ich habe schon immer gern gebastelt, hier ist es dann noch mehr geworden“, erklärt Löffler. „Bei Schietwetter kann man eben gut drinnen sitzen.“ Hergezogen ist die ehemalige Baden-Württembergerin schon vor sechs Jahren, den Blick einer Urlauberin hat sie sich aber erhalten: „Ich sehe noch einige Dinge, die meinen Nachbarn gar nicht auffallen, zum Beispiel beim Spazieren am Strand.“

Mit ihren Nachbarn hat sie ein sehr gutes Verhältnis, einer von ihnen hat gleich beim Aufstellen des Lädchens geholfen. „In Minsen ist die Welt in Ordnung. Man hilft sich und achtet aufeinander, also fühle ich mich hier sehr wohl.“

Individuell und vielseitig

Es ist Monika Löffler allerdings noch niemand in der Region begegnet, der ihr außergewöhnliches Hobby teilt: Sie benutzt einen sogenannten Plotter, um Dinge wie Kerzen, Taschen, Schlüsselanhänger, Weinflaschen oder selbst gegossene Teile zu personalisieren. Der Plotter schneidet Designs und Schriften aus, die dann auf Gegenstände übertragen werden können. Sie trägt sogar T-Shirts mit selbst erstellten Aufdrucken, die stehen aber nicht zum Verkauf. „Ich weiß gar nicht mehr, wie ich darauf gekommen bin“, erzählt sie. „Interessanterweise ist tatsächlich der Großteil Computerarbeit. Ich kaufe auch Designs von anderen Künstlern, wie etwa Leuchttürme, für meine Basteleien.“ Dazu kommt aber auch die Detailarbeit auf dem tatsächlichen Produkt.

Die Nachhaltigkeit ist ihr bei ihren Produkten besonders wichtig, ebenso die Individualität: „Ich sammle Altglas für die Flaschen und mache Holzschilder aus alten Paletten. Das meiste sind Unikate, aber alles ist hier im Wangerland handgefertigt.“ Die Motive sind entsprechend meist maritim, einige zeigen aber auch Pfoten. „Als Hundebesitzerin darf das auch nicht fehlen!“ Wer vorher anfragt, kann etwa auch den Namen des eigenen Hundes auf einem Andenken bekommen. „Es ist natürlich schön, dass ich mich auch an die Leute anpassen kann. Ein Mitbringsel mit der Aufschrift ‚Danke fürs Blumengießen‘ ist also auch kein Problem.“


Gut angenommen

Die Künstlerin hat auch einen Stand beim Dreschfest am 30. Juli und bei der Wiehnacht up Land, möchte aber nicht über die Grenzen des Wangerlands hinaus gehen. „Es soll ein Hobby bleiben“, betont sie.

Geöffnet ist das Lädchen den ganzen Tag über und wird nur nachts abgeschlossen. „Bei stürmischem Wetter muss die Tür auch mal zu, aber dann können Kunden einfach den Riegel aufschieben.“ Geschlossen ist die Tür dann, damit die Gipsfiguren kein Wasser abbekommen. Bezahlt wird in einer Kasse in bar.

„Die Resonanz war in den ersten paar Wochen schon besser, als ich es erwartet hätte. Auch, wenn es nur Selbstbedienung gibt, bin ich doch auch manchmal da und komme mit Kunden ins Gespräch.“ Sie erinnert sich an Schilligurlauber, die das Lädchen auf Facebook gesehen und zum Teil ihrer Tour gemacht hatten, und an andere, die auf ihrem Campingplatz abends von dem Lädchen berichtet und mit Bestellungen ihrer Urlaubsnachbarn angerufen haben. „Es ist viel Mundpropaganda.“

Zu finden ist das Lädchen an der Adresse Ahornweg 4, auf einer Radtour leicht zu kombinieren mit dem Seewiefken oder dem Nationalparkhaus in Minsen.

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