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NWZonline.de Region Friesland

Mit Puppen, Kostümen und Instrumenten

29.02.2016

Ganz im Zeichen japanischer Comic- und Trickfilmfiguren stand eine Veranstaltung am Sonnabend in der Weberei. Schon zum fünften Mal konnten Organisator Marcel Bunjes und sein Helferteam Teilnehmer aus ganz Norddeutschland zum so genannten „Cosplay am Meer” begrüßen. Viele kamen in Kostümen von Computerspielhelden oder japanischer Kultur wie Anime und Manga. So waren beispielsweise Nathalie als „Mongou“ und Selina als „Haruna“ verkleidet mit dem Zug nach Varel gekommen, „Schon unterwegs staunten die Leute und wollten Fotos mit uns machen“, erzählten sie. Fotos sind für die Cosplayer als Nachweis und Erinnerung wichtig, denn viele Kostüme werden für jedes Treffen neu in Handarbeit angefertigt. Seit zwei Jahren beschäftigt sich Marie mit diesem Hobby, diesmal kam sie als „Koumei“, einer Figur aus einem Trickfilm, den sie sich immer wieder gern ansieht. Aus Großheide waren Rika und Jana zur ihrer Freundin Lea gekommen, um die Veranstaltung gemeinsam zu besuchen. „Das hier ist ja eine kleines Treffen“, meinten die Mädchen angesichts der knapp 100 Besucher. „Bald geht’s nach Leipzig, da kommen an mehreren Tagen viele tausend Cosplayer zusammen“, schwärmten sie.

Die fröhliche Veranstaltung stand unter der Schirmherrschaft von „Animexx“, einem deutschsprachigen Verein für Anime- und Manga-Fans. Auf dem Programm standen Bühnenauftritte, Wettbewerbe, Theater und Karaokesingen, jeweils im Stil der dargestellten Figuren.

Einladend dekoriert waren die Tische an diesem Sonntag im Gemeindehaus an der Schlosskirche – zum „Geburtstag“ des Weltladens, der vor einem Jahr einen eigenen Raum im Gemeindehaus bezogen hat. „Wer hier kauft, weiß, dass er eine hohe Qualität bekommt und gleichzeitig etwas Gutes tut“, erklärte der Vareler Pfarrer Martin Kubatta mit Blick auf die Waren, die ausschließlich aus fairem Handel kommen. Er dankte Andrea Immel, die mit einem kleinen Team den Weltladen ehrenamtlich leitet, und zwar „mit Erfahrung, Talent und vor allem hohem Engagement“. Lob gab es auch von Walburga Hahn vom zentralen Oldenburger Weltladen: „Wir sind von der Außenstelle Varel mit dem Weltladen an der Schlosskirche, dem Verkauf in Büppel und dem Stand auf dem Wochenmarkt begeistert.“

Vom Geschmack der Waren konnten sich die Geburtstagsgäste bei der kleinen Feierstunde reichlich überzeugen. Das Angebot zum Probieren reichte von der Schokolade bis zur kubanischen Suppe, die gleichzeitig ein Vorgeschmack auf den Weltgebetstag ist, der – vorbereitet von kubanischen Frauen – am Freitag, 4. März, auch in Varel begangen wird.

Der Weltladen im Vareler Gemeindehaus ist sonntags nach den Gottesdiensten sowie donnerstags von 10 bis 12 und von 15 bis 17 Uhr geöffnet.

Der Shantychor „De Freesen ut Varel“ hat bei der Jahreshauptversammlung eine positive Bilanz gezogen. Der Vorsitzende Wilfried Lichterfeld konnte zur Versammlung 25 Mitglieder im Tivoli Varel begrüßen. In seinem Jahresbericht ließ er die vielen Aktivitäten des Chores im vergangenen Jahr Revue passieren. Es waren insgesamt 41 Übungsabende und 42 öffentliche Auftritte, dazu kamen Teilnahmen an Shanty-Festivals in Winschoten (Niederlande), Seelze, Wilhelmshaven, Fedderwardersiel und Stade.

Der Chor, der in diesem Jahr seinen 35. Geburtstag feiert, wird Veranstaltungen anderer Chöre besuchen und Ende April eine viertägige Reise nach Berlin unternehmen. Höhepunkt soll Anfang September das 2. Vareler ShantyFestival werden, zu dem sich acht auswärtige Chöre angemeldet haben. Lichterfeld betonte, dass der Verein nach wie vor finanziell gut aufgestellt sei, Probleme gäbe es jedoch, wie bei anderen Vereinen auch, bei der Mitgliederentwicklung.

Schon seit 20 Jahren ist der Puppenspieler Sascha Maatz regelmäßiger Gast im Tivoli. Zweimal jährlich tritt er dort auf und hat dafür allerhand zu tun. Er hängt Plakate auf, verteilt Werbezettel in Kindergärten, baut die Bühne auf und ab, gibt Wechselgeld heraus – und er spielt: Etwa 80 Vorstellungen gibt er im Jahr. Im Tivoli war am Sonntag „Räuber Hotzenplotz“ zu sehen. Fast 100 Mütter, Väter und Großeltern mit ihren Kindern und Enkeln warteten auf den Kasper, doch ehe das Spiel begann, erklärte Sascha Maatz vor allem den Jüngsten im Publikum, wie die Figuren „lebendig“ werden. Gebannt verfolgten die Zuschauer dann das Geschehen auf der Bühne und gaben dem Kasper lautstark Hinweise, so dass der Räuber schließlich gefangen werden konnte.

Sascha Maatz ist Puppenspieler in vierter Generation. Darauf ist er stolz. Schon sein Uropa war als Puppenspieler unterwegs. Jede Figur hat einen eigenen Charakter und eine eigene Stimme. Da ist höchste Konzentration gefragt. Und Spontanität. „Jedes Vorstellung ist anders“, erklärt er.

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