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Neujahrsempfang Moorwarfen Hier arbeiten Boßler und Dorfgemeinschaft Hand in Hand

Jörg Stutz

Moorwarfen - Von „alten und neuen Socken“ war am Sonnabend beim Neujahrsempfang in Moorwarfen immer wieder die Rede. Das war jedoch nicht abwertend oder gar politisch gemeint. Bei den „neuen Socken“ handelt es sich vielmehr um die neuen Vorstände, die im vergangenen Jahr gleichermaßen beim KBV „Lat em loopen“ und bei der Dorfgemeinschaft die alten Führungsriegen – die „alten Socken“ – abgelöst hatten.

Premiere für Schmoll

In diesem Jahr hatten die Moorwarfer Friesensportler turnusgemäß zum Empfang in ihr „Boßelhus“ eingeladen. Vor seiner ersten Rede als neuer KBV-Vorsitzender hatte sich Jelde Schmoll mit einem Pippi-Langstrumpf-Zitat Mut gemacht. Der Moorwarfer zitierte die selbstbewusste Kinderbuchheldin mit dem Spruch: „Das hab’ ich noch nie gemacht – aber ich bin mir sicher, dass ich das schaffe!“

Diesen Mutmacher-Spruch münzte Schmoll auch auf den KBV um, der es 2022 tatsächlich geschafft hat, junge Moorwarfer für den Friesensport zu begeistern. Das Ergebnis einer umfangreichen Flugblattaktion: Neun Kinder lassen nun bei „Lat em loopen“ die Boßelkugel im wahrsten Sinne des Wortes „loopen“. Neben vielen sportlichen Erfolgen freute sich der Vorsitzende jedoch darüber, dass die Männer im Viertelfinale des Landespokals stehen. „Soweit waren wir noch nie“, betonte der KBV-Chef, der nun hofft, dass sein Team am 15. Januar die Wesermarsch-Mannschaft aus Waddens auf heimischer Strecke schlägt.

Grundsätzlich lobte Schmoll das freundschaftliche Verhältnis zur Dorfgemeinschaft. Das war das Stichwort für Marcel Vogt, der bestätigte, im Dorf lasse sich nun mal „gemeinschaftlich mehr bewegen“. Der neue Dorfsprecher wies auf die Termine für das Jahr 2023 aus Moorwarfer Sicht hin (siehe Info-Kasten).

Steigende Nebenkosten

Am Rande des Empfangs, bei dem der Shantychor Moorwarfen für die Musik sorgte, räumte Vogt im Gespräch mit unserer Zeitung ein, dass sich die Finanzierung der Nebenkosten für das „Old Schoolhus“ als „immer sportlicher“ gestaltet. Tatsächlich gibt es eine Vereinbarung mit der Stadt Jever, wonach die Dorfgemeinschaft für die Nebenkosten aufkommen muss. Wie der Vorsitzende berichtete, reichen die Einnahmen aus den Mitgliedsbeiträgen jedoch nicht aus, um die steigenden Kosten für Strom und Gas zu wuppen.


Vogt und seine Mitstreiter wollen deshalb mit der Stadt „in Verhandlungen“ eintreten. Denn, so weiß der Dorfsprecher: Andere friesländische Kommunen greifen ihren Dorfgemeinschaften bei den Nebenkosten für die Dorfgemeinschaftshäuser finanziell unter die Arme. Bürgermeister Jan Edo Albers blickte auf die aktuellen Planungen, 2023 werde aus seiner Sicht das Jahr, in dem viele diese Planungen umgesetzt werden. Dabei versprach er: „Wenn wir Gas geben, wird sich das auch in Moorwarfen auswirken. Wir werden miteinander die Themen angehen – egal, ob mit alten oder neuen Socken“.

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