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Bäckerei an Vareler Mühle Arbeiten im Müllerhaus gehen in die nächste Phase

Mit Fingerspitzengefühl schabt Herbert Lind vom Heimatverein Varel den Lack der 120 Jahre alten Türen ab. Sie sollen eines der Highlights im Müllerhaus werden.

Mit Fingerspitzengefühl schabt Herbert Lind vom Heimatverein Varel den Lack der 120 Jahre alten Türen ab. Sie sollen eines der Highlights im Müllerhaus werden.

Jan-Ole Smidt

Varel - In der Vareler Mühle werden zurzeit die Hämmer und Spachtel geschwungen, denn das Mühlen-Team möchte so schnell wie möglich die neue Backstube einweihen.

Ihr Plan ist es, im alten Müllerhaus eine Bäckerei einzurichten, um den Varelerinnen und Varelern bald regelmäßig das beliebte Mühlenbrot anzubieten. Deshalb wollen Toni Schiffer und Peter Fleckenstein einmal im Monat zusammen backen und ihre Leckereien anschließend im neuen Müllerhaus-Laden verkaufen. „Wir wünschen uns, dass es zum kommenden Mühlenfest endlich losgehen kann“, sind sich die beiden Mitglieder des Heimatvereins Varel einig.

186 000 Euro geplant

Doch bis es soweit ist, muss noch so mancher Stein in dem alten Gemäuer umgedreht werden, denn im Inneren ist die Rohbauphase noch nicht abgeschlossen. Als Nächstes folgen die Estrich-, Sanitär- und Elektroarbeiten sowie der Einbau einer neuen Heizung und neuer Fenster, außerdem Trockenbau- und Malerarbeiten, teilt die städtische Bauverwaltung auf Nachfrage unserer Redaktion mit.

Weiter heißt es von Seiten der Stadt Varel, dass Ende des Monats der Bauantrag eingereicht wird. „Im nächsten Schritt gilt es verschiedene Aufträge an Handwerksbetriebe zu vergeben. Die Ausschreibung kann allerdings erst erfolgen, wenn der Haushalt der Stadt für dieses Jahr genehmigt ist. Darin sind Mittel in Höhe von 186 000 Euro für das Müllerhaus eingeplant, worin auch erwartete Förderzuschüsse enthalten sind“, beschreibt Stadtsprecher Michael Tietz.

Gemeinsam stark

Die Vareler Mühle gehört zu den Wahrzeichen der Stadt und wurde entsprechend letztes Jahr von rund 4000 Schaulustigen besucht. Bekannt und beliebt ist daher auch das Brot der Mühlenbäcker Toni Schiffer und Peter Fleckenstein. Die Vareler backen aus Leidenschaft, wobei Toni Schiffer gewisse Erfahrung mitbringt, denn er stammt aus einer Dynastie von Bäckern.

Die beiden packen, genauso wie die anderen Mitgliedern aus dem Mühlenteam, fleißig mit an. Michael Tietz schreibt in seinem Statement der Stadt: „Die Arbeiten werden in enger Abstimmung mit den Mühlenbeteuern vorgenommen, die ihrerseits erhebliche Eigenleistungen einbringen und das Projekt mit viel Einsatzfreude und Tatkraft voranbringen. Dadurch können auch Kosten gespart werden.“


Altes bewahren

Nun ja, schließlich besteht das Team auch aus einer Reihe von Experten für ihr Fach: Unter ihnen sind Maurer, Elektriker, Landwirte, Eisenbahner, Deichbauer und eine Schneiderin. Deshalb haben die Teammitglieder auch keine Angst davor, selbst Initiative zu ergreifen.

Zum Beispiel Herbert Lind. Er kümmert sich momentan um die Eingangs- und Hintertüren, die das alte Haus all die Jahre vor Wind und Wetter schützten. Mit Heißluft und Spachtel schabte er den Lack ab, um die untere Holzansicht wieder zum Vorschein zu bringen. Die Türen sind gut 120 Jahre alt und sollen wieder ins Müllerhaus integriert werden. In die Tür für den Verkaufsraum werden noch kleine Glaselemente hinzugefügt, damit die Kunden schon von draußen hereinschauen können, erklären Schiffer und Fleckenstein.

Spenden erwünscht

Das Mühlen-Team arbeitet ehrenamtlich und deshalb sind sie auf Spenden angewiesen, denn die Bäckerei muss noch weiter ausgestattet werden. Ein großer Backofen ist bereits vorhanden, doch die Einkaufsliste ist trotzdem noch lang. Gebraucht werden unter anderem Waage, Mehlbehälter, Regale für den Verkaufsraum, Gärkörbe und Teigteiler. Das Mühlenteam freut sich daher über Spenden. Weitere Informationen gibt es dazu beim Heimatverein Varel unter Tel: 04451/952924 oder unter heimatverein.varel@t-online.de.

Jan-Ole Smidt
Jan-Ole Smidt Redaktion Varel
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