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Mühlen in Neustadtgödens Kasse ist leer – Förderverein will Konzept für Erhalt ändern

Annette Kellin
Die freiwilligen Müller und der Förderverein für die Mühlen in Neustadtgödens mit Dietmar Weiß (von links), Frank David, Ulrike Schlieper, Dierk Heeren, Karl-Edzard Heeren und Gerwig Faß.

Die freiwilligen Müller und der Förderverein für die Mühlen in Neustadtgödens mit Dietmar Weiß (von links), Frank David, Ulrike Schlieper, Dierk Heeren, Karl-Edzard Heeren und Gerwig Faß.

Annette Kellin

Neustadtgödens - Die Kasse ist leer. Doch noch macht das dem Förderverein für die beiden historischen Mühlen in Neustadtgödens keine großen Sorgen – wie schnell sich das ändern kann, weiß aber wohl jeder, der ein altes Gebäude betreut und dieses in Schuss halten muss.

Verein seit 20 Jahren

Im Augenblick überwiegt noch die Freude, denn beide Mühlen – die Wedelfeldmühle und die Mühle in Oberahm – sind funktionstüchtig. Der Förderverein besteht seit mittlerweile 20 Jahren und in dieser Zeit ist es dem Verein gelungen, insgesamt rund eine halbe Million Euro zusammenzubringen, um die nötigen Sanierungen vorzunehmen. „Am Erfolg haben vor allem die freiwilligen Müller einen großen Anteil, denn sie haben hier jede Menge ehrenamtliche Arbeit eingebracht“, lobte Ulrike Schlieper, die Vorsitzende des Vereins, jetzt bei einer Versammlung das Engagement.

Zuletzt sind bei der Wasserschöpfmühle auf dem Wedelfeld neue Segel eingesetzt worden, in Kürze ist der Austausch der kleinen archimedischen Schraube und des Schraubentrogs nötig. Rund 84.000 Euro sind für diese Arbeiten nochmal fällig. Die Finanzierung steht, es fließen Zuschüsse aus verschiedenen Förderprogrammen und Stiftungen, der Rest bezahlt der Verein aus eigenen Mitteln – doch danach ist die Kasse leer.

Sorge um Zukunft

Man müsse sich nun überlegen, wie es weitergehen soll, sagte Ulrike Schlieper. Es war mal der Beschluss gefasst worden, dass die beiden Mühlen tatsächlich als industrielle Denkmäler erhalten bleiben sollen: Denn es wird Korn verarbeitet (Peldemühle in Oberahm) und das Land entwässert (Wasserschöpfmühle Wedelfeld). Veranstaltungen wie Lesungen, Konzerte und ähnliches waren abgelehnt worden. „Wir wollen keinen kulturellen Treffpunkt mit Mühle drumherum, sondern wirklich Mühle pur“, so hatten es die Müller mal formuliert.

Heute sieht man das etwas anders, zumal auch an der Oberahmer Peldemühle ein Mühlenbetrieb nicht mehr möglich ist. Grund dafür sind die Bäume, zumeist auf privaten Grundstücken und an der Sanderahmer Straße, die enorm in die Höhe geschossen sind und den Wind nicht mehr durchlassen, sodass die Mühle nur noch in seltenen Ausnahmefällen dreht. Derzeit wird also überlegt, das Konzept doch noch zu verändern und auch kulturelle Veranstaltungen ins Programm aufzunehmen. Wie das genau aussehen soll, wissen die Mitglieder des Fördervereins zum Erhalt der Neustadtgödenser Mühlen noch nicht. Da darf man also gespannt sein.

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