Varel - Eine Entdeckungsreise für Kinder, Musik und Jonglage für alle und dazu frisches Brot aus dem Steinbackofen: Für jeden Geschmack war etwas dabei beim Mühlenfest rund um die Vareler Mühle. Stadtmarketing, Mühlenteam und Heimatverein als Veranstalter sind in diesem Jahr neue Wege gegangen und haben das Mühlenfest als Familienfest konzipiert. Der Plan ging gleich bei der Premiere auf. Die Besucher kamen in Scharen und genossen das Programm.
Mühlenschmücken
Zum Auftakt ging es noch traditionell zu: Hoch oben auf der Mühle stand das Mühlenschmücken an. Gemeinsam mit dem Mühlenteam befestigte Varels stellvertretender Bürgermeister Raimund Recksiedler frisches Birkengrün an einem der Mühlenflügel. In mehr als 25 Metern Höhe stiegen er und Peter Fleckenstein die Holzsprossen ein Stück hinauf, um das Grün anzubringen.
Anschließend ging es unten weiter mit Musik, Akrobatik und einer Entdeckungsreise durch die Mühle. Das Duo „Felice und Cortes“ unterhielt das Publikum auf den voll besetzten Bänken im Mühlengarten mit Jonglage und Gesang. Für die Kinder hatte sich das Stadtmarketing eine Schnitzeljagd überlegt. Mit einem Fragebogen flitzten die Kinder durch die Mühle und die Remise. Sie mussten Fragen zur Geschichte und besonderen Ausstellungsstücken beantworten. Wer den richtigen Code herausbekam, konnte die Schatztruhe öffnen und erhielt ein Geschenk.
Mit einem großen Birkenast wurde die Vareler Mühle am Pfingstsamstag geschmückt.
Raimund Recksiedler (vorne) und Peter Fleckenstein stiegen auf den Mühlenflügel, um ihn mit einem Birkenast zu schmücken.
Ellen und Maria nahmen an der Entdeckungsreise durch die Mühle teil.
Zudem waren mehrere Stände im Mühlengarten aufgebaut: Die Vareler Familie Brötje bot Honig, Kerzen und Wachstücher an und zeigte den Kindern, wie man Kerzen zieht. Ilona Heers war mit selbstgemachter Marmelade dabei und Waltrun Frowein mit Bildern.
Viele der Besucher verließen das Fest mit einem frischen Steinofenbrot. Toni Schiffer und Peter Fleckenstein vom Mühlenteam haben den ganzen Nachmittag im Steinbackofen der Firma Ripken, der direkt vom Vareler Wochenmarkt zur Mühle gekommen war, Brot gebacken. Und das für einen guten Zweck: Das Mühlenteam sammelt Geld für die geplante Backstube im Müllerhuus. Künftig soll dort, wo Korn zu Mehl gemahlen wird, auch Brot gebacken werden.
Start am 1. Mai
„Im Laufe des Jahres soll mit viel Eigenleistung die Backstube hergerichtet werden“, kündigte Toni Schiffer an. Anfang des Jahres ist ein Probebacken geplant und am 1. Mai soll anlässlich des 175-jährigen Bestehens der Vareler Mühle die Backstube eingeweiht werden. Bis dahin braucht das Mühlenteam allerdings noch einen Ofen und eine Knetmaschine. „Dafür sind 15 000 Euro kalkuliert“, sagt Peter Fleckenstein und wirbt um Spenden. Bei der Raiba Varel-Nordenham wurde ein Spendenkonto eingerichtet (IBAN: DE64 2826 2673 0108 2663 00; Verwendungszweck: Spende Backstube).
Reißenden Absatz fanden die Brote, die Toni Schiffer im Steinbackofen gebacken hat.
