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„Pink Floyd Dance Night“ Besondere Kombination aus Musik und Tanz in Jever

Wolfgang A. Niemann
Sängerin Jenny Koch und die Tänzerinnen bei einer der Proben.

Sängerin Jenny Koch und die Tänzerinnen bei einer der Proben.

Wolfgang A. Niemann

Jever/Sande - Mit der Rockoper „Tommy“ hat das Breathe-Project aus Sande bei sämtlichen Auftritten im Theater am Dannhalm in Jever umjubelte Erfolge gefeiert. Nun laufen die Proben für das nächste Musik-Projekt: eine „Pink Floyd Dance Night“ am 17. und 18. November (Freitag und Samstag) auf derselben Bühne jeweils um 20 Uhr.

50 Jahre „Dark Side of the Moon“

Bei der Rockoper „Tommy“, die der Gitarrist Pete Townshend der britischen Band The Who geschrieben hat und die 1969 ihren Erfolgsweg um die Welt nahm, war für das Team des Breathe-Projects im Jahr 2019 das Jubiläum der Rockoper der Aufhänger, um sie auf die Bühne zu bringen. Ähnlich ist es bei der neuen Show, denn vor nunmehr 50 Jahren brachte die progressive Rockband Pink Floyd mit „Dark Side of the Moon“ das erfolgreichste Musikalbum aller Zeiten heraus mit vermutlich bis zu 50 Millionen verkauften Tonträgern weltweit.

Frank Kölpin, musikalischer Leiter vom Breathe-Project

Reichten „Dark Side of the Moon“ und 1973 als Auslöser der Idee für diese Show?Frank Kölpin: Da war ja noch viel mehr, vor allem, als ich im Internet auf diese Ballettgeschichte aus Frankreich mit Roland Petit aus genau dem Jahr gestoßen bin.

Und warum so intensiv gerade Pink Floyd?Frank Kölpin: Als Gitarrist ist das eine große Liebe für mich. Und dann diese tollen Ideen der Band, die Vielfalt und niemals Mainstream.

Hat der Programmablauf eine bestimmte Bedeutung?Frank Kölpin: Der sollte eine gewisse Dramaturgie bekommen wie eben mit der Langversion von „Echoes“ als Ouvertüre und dann langen Stücken im zweiten Teil.

War es leicht, die jungen Leute für eine Mitwirkung bei solch „alter“ Musik zu gewinnen?Frank Kölpin: Ich bin glücklich, wie die sich für diese Musik begeistern, wie zum Beispiel Jenny Koch so etwas interpretiert. Oder Rana Arborea, die beim finalen „Atom Heart Mother“ sogar ihre klassisch ausgebildete Stimme in das komplexe Werk mit einbringt.

Und die britischen Soundtüftler haben natürlich weit mehr als nur dieses eine Album erschaffen. Neben zahlreichen anderen Werken haben sie auch eine Musik und einen Sound kreiert, der noch heute außergewöhnlich und stilprägend ist. Vor allem die Werke aus den frühen 1970er-Jahren sprühten vor neuen kreativen Ideen an Spielelementen.

Erste Ballett-Interpretation von Pink Floyd

1973 kam außerdem eine erste erfolgreiche Ballett-Interpretation von Pink Floyd heraus, kreiert von Roland Petit und live dargeboten mit Pink Floyd als Begleitband. Und das 50-jährige Bestehen des Albums „Dark Side of the Moon“ ist die Ideengrundlage für Frank Kölpin, ein Konzept aus dynamischen Choreografien im klassischen und modernen Tanz mit den Rockklängen verschmelzen zu lassen. Diese Kombination, gepaart mit dem Spiel von Licht, soll für ein faszinierendes akustisches und optisches Schauspiel sorgen.

Für die tänzerische Umsetzung fand Kölpin als musikalischer Leiter des Projektes in Lenke Lemke von der Wilhelmshavener Tanzschule „Tanzhaven – Lena Lemke“ eine kongeniale Partnerin. Die 27-jährige Tanzpädagogin erschafft zu den mal komplexen, mal sphärischen Pink-Floyd-Klängen Choreografien mit klassischen und modernen Elementen.

Lenke Lemke (27), Leiterin Tanzschule „Tanzhaven“

Die Band Pink Floyd begann ihre sagenhafte Karriere in den späten 60er-Jahren – ist das für Sie nicht eine Musik von vorgestern? Lenke Lemke: Nicht ganz, denn das Album „The Wall“ kannte ich bereits und habe sogar zu Teilen des Musicals schon getanzt.

Aber es ist schon sehr andere Musik als die sonst bei Ihrer Arbeit übliche? Lenke Lemke: Ich bin schon von Berufs wegen sehr offen für andere Stilrichtungen. Das muss nicht unbedingt Chartmusik sein und ich habe da vielleicht einen anderen Umgang mit Oldies, vor allem wenn sie solche Qualitäten haben wie bei Pink Floyd.

Aber es geht ja nicht nur darum, zu guter Musik zu tanzen – was war die Idee?Lenke Lemke: Ich habe für das Projekt eine ganz eigene Choreografie entwickelt und die Musik dazu ist eben richtig interessant.

Wie haben Sie Ihre Ideen entwickelt?Lenke Lemke: Ein paar Interpretationsideen von Frank Kölpin waren hilfreich, vor allem aber das Studieren bestimmter Instrumentalpassagen und deren Metren.

Diese Verschmelzung von Live-Rockmusik und Tanz in diesem Stil als kombinierte Show sind in der Form zumindest in der Region einzigartig und versprechen eine akustisch-optische Reise in die Pink-Floyd-Welt – mit einer Musik, die von Beginn an mehr war als einfach nur gute Rock-Musik.

Tribute-Show zeigt Vielfalt der Band

Die Proben zum tänzerischen Teil sind bereits im „Tanzhaven“ angelaufen und auch Jenny Koch und Rana Aborea als Sängerinnen singen inzwischen ihre Parts für „Time“, „Money“ und andere Stücke aus dem Jubiläumsalbum ein. Doch die Vielfalt Pink Floyds war schon vor 1973 riesig und genau das zeigt die Breathe-Project-Band mit weiteren Meisterwerken, zu denen Regine Kölpin als Moderatorin bei den Aufführungen entsprechende Einführungen gibt.


Zur Einstimmung erklingt da der Geniestreich „Echoes“ (1971) und als Finale darf man gespannt sein auf die rund 24 Minuten lange „Atom Heart Mother Suite“ (1970), einer der Meilensteine im Cosmos von Pink Floyd. Dazu sind komplexe Einspielungen von Soundeffekten nötig und Frank Kölpin betont ausdrücklich, dass das Breathe-Project nicht als Cover-Band arbeitet, sondern eigene Interpretationen ganz nah am Vorbild spielt. Schließlich ist Breathe-Project ein Verein zur Förderung und Umsetzung regionaler Bühnen- und Musikprojekte.

Karten in drei Preiskategorien (22, 24 und 25 Euro) sind ab sofort bei der Tourist-Information Jever oder im Internet erhältlich unter tjelevent.de/

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