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Nach Streit um Lieferfahrzeuge in Emden Gewürzhändler in Jever willkommen

Rahel Wolf
Nach dem Rückzug aus Emden: Gewürzhändler Uwe Müller und seine Frau Ayse stehen jetzt jeden Dienstag auf dem Wochenmarkt in Jever.

Nach dem Rückzug aus Emden: Gewürzhändler Uwe Müller und seine Frau Ayse stehen jetzt jeden Dienstag auf dem Wochenmarkt in Jever.

Rahel Wolf

Jever - Der Emder Wochenmarkt hat einen Gewürzhändler verloren – der Wochenmarkt in Jever hat einen dazugewonnen: Uwe Müller und seine Frau Ayse stehen ab sofort jeden Dienstag mit ihrem Stand mit mehr als 600 Gewürzen aus aller Welt auf dem Kirchplatz. „Aus Jever kam schnell das Signal, dass wir hier gern gesehen sind“, sagt der 60-Jährige. Aus Emden hatte sich der Markthändler in der vergangenen Woche verabschiedet, nachdem es Ärger um sein Transportfahrzeug gegeben hatte. Die Stadtverwaltung dort will Fahrzeuge, aus denen nicht verkauft wird, vom Markt haben.

Weite Wege

Für Müller hätte das bedeutet, dass er künftig mehrfach am Markttag Fußmärsche über mehrere hundert Meter einplanen muss, denn er nutzt sein Fahrzeug auch als Lager. „Ich hätte also jedes Mal, wenn ich Gewürze hätte auffüllen wollen, zu meinem 800 Meter entfernten Kleinbus laufen müssen“, sagt er. Für ihn eine nicht tragbare Situation. Deswegen hat er die Reißleine gezogen. Auch die Antwort der Stadtverwaltung, die unter anderem auf die Marktsatzung und ein „hochwertiges Ambiente“ verwiesen hatte, stellte ihn nicht zufrieden. Vom Emder Marktvorstand fühlte er sich nicht richtig vertreten. Denn bei Gesprächen hatten sich Stadtverwaltung, Marktmeisterin und Marktvorstand laut Stadt darauf verständigt, dass Transportfahrzeuge aus dem Marktbild entfernt werden sollen.

Kein Problem

„In Jever sind wir sehr gut aufgenommen worden. Und dass mein Fahrzeug direkt hinter unserem Stand steht, das ist auch kein Problem“, betont er. Selbst wenn der Umsatz in Jever vielleicht geringer ausfallen könnte als in Emden: „Es geht nicht nur darum, es geht auch ums Prinzip und um den Umgang miteinander“, betont Müller. Nach einem Dreivierteljahr ist Emden für ihn Geschichte.

Jever kennt der Markthändler übrigens schon, denn vor drei Jahren, noch vor der Corona-Pandemie, war er schon einmal Teil der jeverschen Marktbeschicker. Von seinem Zweitwohnsitz in Upgant-Schott braucht er nun gut eine Stunde nach Jever. „Diesen Fahrweg nehmen wir aber sehr gern in Kauf“, sagt er. Seit seinem Rückzug aus Emden habe er einige Angebote erhalten und für das Winterhalbjahr denkt er darüber nach, auch in Schortens mit seinem Stand zu stehen. Kontakte gibt es bereits, denn in der jeverschen Nachbarkommune ist er durch den Kunsthandwerkermarkt schon bekannt.

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