Jeverland - Es war nur ein Versuch: Die Windhundmischlingshündin Nala aus Hohenkirchen sollte zum ersten Mal für wenige Stunden von einer Hundebetreuerin in Jever beaufsichtigt werden. Das ist jetzt 14 Tage her. Nala nutze einen unbeobachteten Moment und öffnete eine Tür. Seitdem ist sie verschwunden.

„Ich denke, sie wollte zu mir und meiner Familie“, vermutet Besitzerin Gabriele Thomssen. Nala wollte offenbar nach Hause laufen. Dort ist sie aber bis heute nicht angekommen. „Als ich von ihrem Verschwinden erfuhr, habe ich mich sofort ins Auto gesetzt und bin nach Jever gefahren, um sie zu suchen“, sagt Gabriele Thomssen.

Da war es aber schon zu spät. Nala war weg. Noch am selben Tag druckte Familie Thomssen Flyer und startete einen Suchaufruf im sozialen Netzwerk Facebook. „Schnell kamen die ersten Informationen, Nala war gesehen worden“, erzählt Gabriele Thomssen. „Das Telefon steht seitdem nicht mehr still.“

Die Bindung zwischen Gabriele Thomssen und Nala ist sehr eng: „In der ersten Woche nach ihrem Verschwinden habe ich kaum noch geschlafen“, sagt sie.

Inzwischen haben sich fünf Gruppen im Jeverland und in Ostfriesland gebildet, die die Suche nach Nala unterstützen. Sarah Salomon hat die Betreuung der Internetseite übernommen. Menschen verteilen mehrere tausend Flyer, ein Hundeexperte steht Familie Thomssen zur Seite. „Ich werde die Hoffnung nicht aufgeben“, betont Gabriele Thomssen. Sie sei überwältigt von der Hilfsbereitschaft der Menschen: „Das gibt mir Kraft“, sagt sie.


An Tagen ohne Sichtung des Hundes macht sie sich noch größere Sorgen. „Ich bin mir aber sicher, dass sie lebend zu mir zurückkommt“, sagt sie.

Nala hat inzwischen offenbar etliche Kilometer zurückgelegt: Sie wurde unter anderem in Jever, Schortens, Wilhelmshaven und am Banter See gesehen. Die letzte Sichtung war in einem Feld bei Asel/Burmönken im Landkreis Wittmund am Dienstag.

Gabriele Thomssen betont, dass keine Suchtrupps gebildet werden sollen: „Nala ist scheu und schüchtern, die vielen Menschen würden sie erschrecken“, sagt sie. Auch solle man den Hund auf keinen Fall rufen, jagen oder ihm nachlaufen, besser sei, ihn zu ignorieren, ruhig abzuwarten und sofort Gabriele Thomssen zu informieren.

Hinweise an Tel. 04463/ 80 83 11 oder Tel. 01520/ 89 60 461.