Altmarienhausen - Das Gut Altmarienhausen mit dem Küsteum, das sich dem Küstenschutz sowie dem Leben und Arbeiten in früheren Zeiten widmet, hat sich in den vergangenen Jahren stark verändert. Im Rahmen eines Förderprogramms wurde ein Konzept erarbeitet, das Thema Biosphärenreservat hat dort an Bedeutung gewonnen und die Attraktivität des Anwesens ist gewachsen. Auf dem Gut gibt es verschiedene Gruppen, die sich regelmäßig ehrenamtlich einbringen. Bisher arbeitete jeder mehr für sich, nun aber soll mehr Zusammenarbeit für einen noch attraktiveren Standort sorgen.

Über das Zusammenwachsen, weitere Kooperationspartner und die Vorhaben für dieses Jahr informierten jetzt die Sprecher der einzelnen Gruppen. „Eine stärkere Kooperation bringt mehr Ideen hervor und wir können uns besser gegenseitig unterstützen“, sagte Kirstin Anders-Pöppelmeier von der Gruppe „Naturgarten“ in der Arbeitsgemeinschaft „Altes Sande“.

Einst Sommerresidenz

Für Gut Altmarienhausen, 1568 bis 1571 von Regentin Fräulein Maria als Sommerresidenz gebaut, hat die Biosphärenreservatsgemeinde Sande in Zusammenarbeit mit der Nationalparkverwaltung und der Wattenmeerstiftung ein neues Konzept aufgelegt und umgesetzt. Es geht darum, das Konzept des Biosphärenreservats erlebbar werden zu lassen.

Im Ergebnis wurde nicht nur die Ausstellung im Küsteum auf modernen Stand gebracht, sondern im Außenbereich entstanden neue Erlebnisbereiche: Streuobstwiesen, Naturgarten, Biosphärenrundweg. Das Marienstübchen, das auf regionale und saisonale Produkte setzt, ergänzt das Programm.

Dass das Gut Altmarienhausen bereits deutlich attraktiver geworden ist, berichtete Thorsten Hanna, Vorsitzender der AG „Altes Sande“. Im Vergleich zur Vor-Corona-Zeit habe die Besucherzahl im vergangenen Jahr um 20 Prozent zugenommen. In diesem Jahr soll ein weiteres Wachstum erreicht werden. Die AG plant eine kleine Sonderausstellung zum Thema „Waagen“, bei der es auch viele Mitmachaktionen geben soll. Weiterhin soll eine Museumsrallye für Kinder erarbeitet werden.

Bereits im Februar hatte auf der Streuobstwiese ein Seminar zum Obstbaumschnitt stattgefunden, das vom BUND organisiert wurde. Mit 23 Teilnehmern sei das gut besucht gewesen, berichtete Heiner Wendt.

Ganz neue Veranstaltungen erwarteten die Besucher in den kommenden Wochen: Am Freitag, 17. März, geht es ab 15 Uhr um Nisthilfen für Insekten. Fachleute des Nabu zeigen, was Insekten mögen und wie man die Materialien am besten handhabt.

Und zu Ostern ist ein „Osterspektakel“ geplant. Der Bürgerverein lädt mit Unterstützung des Bezirksverbands Oldenburg (BVO), des Imkervereins, der Naturgartengruppe und der Gastronomie im Marienstübchen für Karsamstag, 8. April, zu einem Frühlingsspaziergang ein, bei dem man allerhand rund ums Ei entdecken kann. Zwischen 11 und 18 Uhr können Besucher den Naturgarten kennenlernen, und es gibt jede Menge Spannendes, Wissenswertes und Unterhaltsames rund ums Ei. Die Gastronomie hat den ganzen Tag geöffnet.


Am Samstag, 29. April, von 11 bis 16 Uhr, folgt unter dem Thema „Alle Knospen springen auf“ ein Pflanzenmarkt, der von der Siedlergemeinschaft organisiert wird. Die Teilnahme ist kostenlos.