Neuenburg - Der Müllersche Garten muss schon bessere Zeiten erlebt haben. Heute wuchert auf dem Fleckchen Erde am Spielplatz hinter dem Restaurierungszentrum an der Straße Zum Bahnhof in Neuenburg allerlei durcheinander: Haselnuss und Eibe, Efeu und Brennnessel, Ahorn, Heckenrosen und eine Traubenkirsche. Das Team vom Restaurierungszentrum um den Museologen Cai-Olaf Wilgeroth und Diplom-Restauratorin Anja Hänisch möchte sich dafür einsetzen, dass der Garten umgestaltet wird. Doch nicht einfach irgendwie, sondern unter Berücksichtigung der Vergangenheit.
„Wir wissen schlechterdings gar nicht, wie der Garten einst ausgesehen hat, und möchten deswegen die Neuenburger aufrufen, uns zu helfen“, sagt Cai-Olaf Wilgeroth. Vielleicht gibt es ältere Neuenburger, die sich selbst noch an den Garten in einem anderen Zustand erinnern können, oder Bürger, die aus Erzählungen wissen, wie das Grundstück der ehemaligen Müllerschen Werkstatt einst ausgesehen hat. Auch Fotos von dem Grundstück aus vergangenen Zeiten wären für das Team interessant.
Das Grundstück gehört, ebenso wie die Müllersche Werkstatt Zum Bahnhof 3, der Gemeinde Zetel. Wie genau die Umgestaltung ablaufen kann, wie sie finanziert wird und wer sie ausführt, all das ist noch offen. „Erstmal brauchen wir einen Eindruck davon, was dieser Garten einst war, um zu entscheiden, was wir daraus machen können“, sagt Cai-Olaf Wilgeroth. Er möchte alle, die etwas über den Garten berichten können, zu einem offenen Ortstermin einladen: Am Dienstag, 14. September, freut sich der Museologe auf Gäste am Restaurierungszentrum. Das Treffen beginnt um 15 Uhr. Cai-Olaf Wilgeroth ist außerdem erreichbar unter 0151/23671869.
