Neuenburg/Hamburg - „Ich wünsch’ mir Liebe und den Frieden für die Seele“ – doch stattdessen läuft es so: „Wir probier’n immer schneller zu funktionier’n“. Der Rapper Marco Prünstner aus Neuenburg setzt sich in seiner neuen EP mit den Widersprüchen des Lebens auseinander und kehrt damit zu den Wurzeln des Hip Hops zurück: auf gesellschaftliche Probleme aufmerksam machen, Missstände ansprechen, zum Nachdenken anregen.
Der Neuenburger Marco Prünstner, der sein Leben in Hamburg der Rap-Musik widmet, bringt seine neue EP „Hin & Her“ am 13. August auf den Markt. Schon jetzt stehen einige der Songs auf YouTube.
EP steht für Extended Play und ist eine CD, die sich zwischen Single und Album bewegt. Sechs Songs sind auf der Scheibe mit rund 20 Minuten Laufzeit.
Viel Bass, schleppende Beats, dazu Instrumente, die die Melodie formen: MPnZ macht Hip Hop in seiner ursprünglichen Form, kein stumpfes Bässe-Wummern. Produziert hat die Songs Screwaholic, bekannt unter anderem für die erfolgreichen Alben und Singles von Azad, Donato, Jonesmann, Chakuza und Spax, die er produziert hat.
In seinen Songs findet Marco Prünstner Worte für all seine Zweifel an sich selbst und der Welt – Hip Hop ist das Sprachrohr, das den 25-Jährigen seit seiner frühen Jugend begleitet. Er verarbeitet damit auch die vielen Erlebnisse, unter anderem seine Drogensucht, aus der er sich befreit hat.
Geboren ist der Marco Prünstner in Neuenburg – MPnZ steht für Marco Prünstner Neuenburg-Zetel. Schon in seiner frühen Jugend schlug sein Herz für Rap-Musik. Damals hatte er allerhand Schwierigkeiten in der Schule und mit seinem Umfeld. Er verließ Neuenburg im Alter von 17 Jahren, um in Hamburg einen Neustart zu wagen. Dort hatte MPnZ lange Probleme mit Drogen, bis der Zusammenbruch kam. Heute, sagt er, gebe es für ihn nur noch eine Droge: die Musik.
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