Bockhorn - Das Jugendzentrum Bockhorn, kurz JuBo genannt, wirkt auf den ersten Blick wie ein gemütlich eingerichtetes Wohnzimmer: Es gibt eine große Sofalandschaft, einen Billardtisch und eine Teeküche. Hier finden Jugendliche einen geschützten Raum, in dem sie sich nicht nur mit Gleichaltrigen treffen, sondern auch mit Sorgen oder Problemen an geschulte Pädagogen wenden können.
Einer, der einen Blick auf die Jugendlichen hat und ihnen zur Seite steht, ist Holger Heimbeck. Der Vareler ist seit dem 10. Mai kommissarischer Leiter des Jugendzentrums und vertritt Inja Boomgaarden. Davor hat er lange in der stationären Jugendhilfe gearbeitet. Vom JuBo ist der Aus- und Weiterbildungspädagoge schon jetzt begeistert: „Das ist ein wahnsinnig tolles Haus mit ganz vielen Möglichkeiten. Das bezieht sich nicht nur auf das Jugendzentrum, sondern auch auf das Bürger-Huus allgemein.“
Viel Gruppendynamik
In seiner Freizeit musiziert Heimbeck gerne, entweder in Bands oder solo. Diese Leidenschaft möchte er auch in das JuBo bringen. Geplant ist, im Erdgeschoss einen Discoraum herzurichten. Heimbeck: „Aktuell höre ich mich auch um, wer von den Jugendlichen ein Instrument spielen möchte“. Künftig sollen verstärkt Musik- und Theaterprojekte angeboten werden, zum Beispiel das Produzieren eines Hörspiels oder Podcasts.
In Angeboten wie diesen stecke ganz viel Gruppendynamik, sagt der Jugendzentrumsleiter: „Das gemeinsame Proben stößt Entwicklungsprozesse an, außerdem ist es gut für das Selbstvertrauen.“ Die Jugendlichen sollen spüren: Ich kann etwas – und ich bin ein wertvoller Mensch.
Kreativität erlauben
Das JuBo soll nicht nur Kreativität erlauben und ermöglichen, sondern vor allem ein Ort sein, an dem alle Willkommen sind. „Die Jugendlichen können mit ihren Sorgen und Wünschen jederzeit zu uns kommen. Das JuBo ist ein geschützter Raum, was dort besprochen wird, bleibt auch in den vier Wänden“, betont Holger Heimbeck. „Und sie können sicher sein, dass immer jemand da ist, der sie unterstützt.“
