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Neues Buch von Regine Kölpin Autorin aus Sande schreibt Roman mit Hilfe eines Kriegstagebuchs

Annette Kellin
Eine Mühle und ein Geheimnis, das alles auf den Kopf stellt, stehen im Mittelpunkt des neuen Romans von Regine Kölpin.

Eine Mühle und ein Geheimnis, das alles auf den Kopf stellt, stehen im Mittelpunkt des neuen Romans von Regine Kölpin.

Annette Kellin

Neustadtgödens - Wenn man Regine Kölpin fragt, was sie beim Schreiben antreibt, braucht sie nicht lange überlegen: „Neue Themen, Dinge, die ich noch nicht kenne, die mich dazu zwingen, den eigenen Horizont zu erweitern. Das fesselt mich schnell, dann bin ich neugierig und kann mich in manchen Dingen auch richtig verbeißen“, sagt die Autorin aus Neustadtgödens. Wie sie ihre Themen findet? Das ergibt sich meist von allein. Es reicht, eine Antenne dafür zu haben, ein Gespür dafür, was zum roten Faden eines Romans taugt.

Kriegstagebuch aus dem Zweiten Weltkrieg

So wie bei ihrem neuen Roman. „Die Töchter der Kornmühle“ ist gerade frisch im Piper-Verlag erschienen. Die Windmühlen hat sie in ihrem Heimatort Neustadtgödens täglich vor der Tür, auch wenn es keine Kornmühlen sind. Aber allein die Technik der Mühlen hat die Autorin schon begeistert. Und dann gab es vor längerer Zeit jemanden, der ihr sein Kriegstagebuch aus dem Zweiten Weltkrieg überlassen hat. „Vielleicht kannst du da mal was draus machen“, hatte der alte Mann gesagt, der eigentlich selber mal ein Buch darüber verfassen wollte – und es doch nie getan hat.

Autorin recherchiert sehr akribisch

„Das Tagebuch enthält viele persönliche Dinge, das steht mir nicht zu, das zu verwenden. Aber es ist auch sehr detailliert das Grauen des Krieges beschrieben, wie die Männer mit ihren Gefühlen klarkamen. Und es ist sogar die Flucht aus sibirischer Gefangenschaft notiert – unglaublich, dass es gelingen konnte, aus einem so gut bewachten Lager zu fliehen“, sagt Regine Kölpin. All diese Informationen hat sie in ihrem neuen Roman verwendet.

Dazu ließ sie sich von den freiwilligen Windmüllern aus Neustadtgödens, Dietmar Weiß und Dierk Heeren, in die Technik einer Mühle einweisen. Doch das war natürlich längst nicht alles. „Ich bin immer sehr akribisch bei der Recherche. Ich will wissen, was die Kinder zu der Zeit spielten, wie die Gärten angelegt waren und welche Arbeitsbedingungen herrschten. Ich schaue nach, wie das Wetter war“, berichtet sie.

Darum geht es in dem Roman

„Die Töchter der Kornmühle“ spielt in einem fiktiven Ort an der Nordseeküste. Hier lebt Rena, die sich um die Mühle der Familie kümmert. Zu ihrer Schwester Viktoria hat sie schon lange keinen Kontakt mehr. Bis Mutter Hilka schwer krank wird und den Töchtern kurz vor ihrem endgültigen Abschied ein Familiengeheimnis verrät. Und das stellt das Leben der Schwestern völlig auf den Kopf.


Der Roman spielt auf zwei Zeitebenen, zum einen in der Gegenwart, zum anderen in den 1940er-Jahren. Es geht um Liebe, Sehnsucht, Verrat – alles, was einen spannenden Roman ausmacht. Dabei beweist Regine Kölpin wieder einmal, wie gut sie es versteht, ihre Leser durch ihre einfühlsame Erzählart zu fesseln.

„Die Töchter der Kornmühle“ von Regine Kölpin, erschienen im Piper-Verlag, 395 Seiten, 12 Euro, ISBN-Nr.: 978-3-492-31866-2

Mehr über die Autorin unter:

www.regine-koelpin.de

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