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Abmessungen für LF 10 der Ortswehr Gödens doppelt wichtig Neues Feuerwehrauto muss „zum Ort passen“

Die Ortswehr Gödens plant aktuell die Beschaffung eines LF 10. Das Feuerwehrfahrzeug soll ein dann 30 Jahre altes LF8/6 ersetzen.

Die Ortswehr Gödens plant aktuell die Beschaffung eines LF 10. Das Feuerwehrfahrzeug soll ein dann 30 Jahre altes LF8/6 ersetzen.

MAN/ Rosenbauer

Sande - Es klingt zunächst etwas seltsam, wenn ein Feuerwehrchef betont, dass das neue Feuerwehrauto auch „zum Dorf passen“ muss. Aber klar: Die Fahrzeuge neuester Generation werden immer größer, immer breiter – in viele Feuerwehrhäuser passen die gar nicht mehr hinein, so dass Feuerwehrgebäude kostspielig umgebaut oder gleich ganz neugebaut werden müssen. In Neustadtgödens, wo ein Fahrzeug LF10 ein altes LF8/6 ablösen soll, geht es aber nicht nur darum, dass das Auto in die Fahrzeughalle passen muss. Es muss auch in der Lage sein, durch den historischen Ortskern mit seinen teils schmalen Straßen und Gassen zu kommen, sagte Gödens’ Ortsbrandmeister Jens Onken.

Fast 500000 Euro

Im Fachausschuss für Straßen, Wege und Feuerwehrwesen der Gemeinde Sande informierte Onken über den aktuellen Stand der Planungen für das neue LF 10, das kleinste zurzeit genormte Löschgruppenfahrzeug. Das bedeutet allerdings nicht, dass auch der Preis klein ist: Aktuell liegt die Kostenkalkulation bei rund 480000 Euro, sagte Onken. Das Zwölf-Tonnen-Fahrgestell und vor allem der Aufbau für den Löschwassertank von mindestens 1200 Liter, Pumpen, Beladung und viele weitere erforderliche Features machen dabei den Löwenanteil der Kosten von bereits mehr als 400000 Euro aus. Besetzt wird das LF 10 mit einer neunköpfigen Besatzung: dem Fahrer bzw. Gruppenführer plus der achtköpfigen Löschgruppe. Das Löschgruppenfahrzeug dient in erster Linie der Brandbekämpfung, zum Fördern von Wasser und Aufbau längerer Schlauchleitungen für entlegene Einsatzobjekte zum Durchführen einfacher technischer Hilfeleistungen und bildet mit seiner Besatzung eine selbstständige taktische Einheit.

Onken listete viele weitere technische Spezifikationen für das neue Fahrzeug auf, über die die Ortswehr und Gemeindefeuerwehr bereits beraten haben. Was so ein Auto können muss, leitet sich dabei unter anderem aus den gesetzlichen Vorgaben ab, aber auch aus dem Feuerwehrbedarfsplan und der darin dargestellten Gefährdungsanalyse und Schutzziele.

Viele Schutzziele

Und da spielt neben den Gebäuden im engen Ortskern von Neustadtgödens und den Höfen in der Umgebung unter anderem auch das Gefahrenpotenzial auf der nahen Autobahn 29, auf der ebenfalls nahen Bundesstraße 436 und diversen Kreisstraßen eine große Rolle. Aber auch der Schienenverkehr, der über die Bahnstrecke Oldenburg-Wilhelmshaven oder Esens-Sande rollt und die potentiellen Gefahren durch Unfälle im Personenverkehr oder durch den Gütertransport auf den Gleisen, außerdem der Flugverkehr am Jade-Weser-Airport in Mariensiel oder die Wasserflächen wie unter anderem den Ems-Jade-Kanal, das Neustädter Tief, der Sander See spielen in der Gefährdungsanalyse eine entscheidende Rolle für die Ortswehr Gödens. Und nicht zuletzt und immer mehr auch die Infrastruktureinrichtungen wie elektrische Anlagen, Pipelines und Gasleitungen.

Altes LF 28 Jahre alt

Das alte LF 8/6 der Ortswehr Gödens ist inzwischen 28 Jahre alt – bis das nagelneue Nachfolgefahrzeug auf den Hof rollt, dürfte das alte Löschgruppenfahrzeug schon 30 Jahre alt sein. Onken zufolge will man – sofern der Rat zustimmt – Mitte des Jahres den Auftrag erteilen. Die Lieferzeit betrage aktuell rund eineinhalb Jahre, sagte Onken. Bis das neue LF 10 da ist, könnte es als 2025 werden.Bezahlen muss das Fahrzeug übrigens die Gemeinde Sande. Der Kreis hat einen Zuschuss in Höhe von lediglich 30000 Euro in Aussicht gestellt.

Oliver Braun
Oliver Braun Redaktion Jever
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