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Neujahrsansprache von Wangerlands Bürgermeister Mario Szlezak: Bürger sollen mitentscheiden

Rahel Wolf
Wangerlands Bürgermeister Mario Szlezak.

Wangerlands Bürgermeister Mario Szlezak.

Szlezak

Wangerland - Es wäre der erste Neujahrsempfang im Wangerland für den neuen Bürgermeister Mario Szlezak nach seiner Wahl im Herbst vergangenen Jahres gewesen. Daraus wird jetzt aber nichts, denn das Corona-Virus und seine neue Variante „Omikron“ hat Deutschland weiter fest im Griff. Die Pandemie und die Maßnahmen zur Virus-Eindämmung sorgen nun das zweite Jahr in Folge dafür, dass die traditionsreichen Stelldicheins zum Jahreswechsel Land auf, Land ab abgesagt werden mussten. Neujahrsgrüße und Ansprachen gibt es deswegen oft nur online, per Video-Stream oder per E-Mail. Auch Bürgermeister Mario Szlezak blickt nun auf das vergangene Jahr zurück und wagt einen Ausblick auf das, was das Wangerland und seine Bürgerinnen und Bürger beschäftigen wird.

Der Tenor seiner Ansprache: Die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger soll im Fokus stehen, sie sollen ab sofort ein wichtiger Teil des Findungs- und Entscheidungsprozesses in der Gemeinde sein. „In der Vergangenheit haben sich zu Recht viele Bürgerinnen und Bürger über die mangelnde Partizipation bei Entscheidungen auf Gemeindeebene beschwert. Ich bin als Bürgermeister angetreten, um diesem verständlichen Wunsch Gehör zu verschaffen und dafür zu sorgen, dass Entscheidungen in Zukunft transparenter und offener diskutiert werden“, betont Szlezak.

Konzepte entwickeln

Die Bestandsaufnahme

In vier Ratssitzungen, 24 Fachausschusssitzungen sowie 16 Verwaltungsausschusssitzungen hat der Gemeinderat Weichen für die Zukunft gestellt:

Abschluss eines Spielplatzkonzepts

Erstausbau des Baugebiets „Hoher Weg“ in Hohenkirchen

Neupflasterung des Gehwegs in Middoge

Asphaltierung des Radwegs auf der ehemaligen Bahntrasse

Investition in die Gebäude der Feuerwehr Wiarden

Energetische Sanierung der Turnhalle Horumersiel

Feuerwehren Tettens und Hohenkirchen haben je ein neues Fahrzeug bekommen, Neugarmssiel soll folgen

Dabei will er vor allem die Entwicklung eines Tourismus- und Gemeindeentwicklungskonzepts vorbringen. Die Pläne sollen gemeinsam mit Rat, Verwaltung und Bürgern entwickelt werden. „Ich werde einen offenen Beteiligungsprozess ermöglichen, in dem wir gemeinsam über die Zukunft unserer Gemeinde entscheiden können“, verspricht Szlezak. Als große Themen stuft er die Weiterentwicklung des Wangermeers in Hohenkirchen und die große Nachfrage nach Wohnraum in der Gemeinde ein. Dabei soll es auch um die Vereinbarkeit von Tourismus und Wohnen gehen: „Es bleibt die Frage, wieviel Tourismus wir in unserer Gemeinde wollen und wie dieser ausgestaltet werden soll“, sagt Szlezak. Dafür sollen ausstehende Planungsverfahren im touristischen Bereich genau unter die Lupe genommen werden und gemeinsam mit Rat und Bürgern diskutiert werden. Um Bürgerinnen und Bürger künftig mit Informationen zu versorgen, sollen auch digitale Möglichkeiten noch mehr ausgeschöpft werden.

Fertigstellung der Feuerwache

Zudem steht die Fertigstellung der neuen Feuerwache in Waddewarden und der Baubeginn für die neue Feuerwache in Hooksiel aus, dazu kommt das Ortsbeleuchtungskonzept für Horumersiel und Hooksiel, die energetische Sanierung der Turnhalle Tettens sowie die Inbetriebnahme der Bürgerbusse. Flurbereinigungsverfahren und die Digitalisierung der Gemeindegebäude stehen ebenfalls an.

Trotz der Corona-Pandemie sei es wichtig, die Herausforderungen in der Gemeinde nicht aus dem Blick zu verlieren: „Lassen sie uns gemeinsam motiviert in die Zukunft blicken, lassen Sie uns 2022 zu unserem Jahr machen“, sagt Szlezak und verspricht ein offenes Ohr.

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