Neustadtgödens - Im Schulgarten blühen bereits Erbsen, Bohnen und Wildkräuter; nun gilt es, den Insekten nicht nur Futter, sondern auch eine Behausung zu schaffen. Das große Insektenhotel plant die Nabu-Ortsgruppe Sande schon lange, gemeinsam mit den Schülern der Berufsbildenden Schulen Jever und den Grundschülern sollte es gebaut werden. Doch Corona machte die Pläne zunichte.
Für Biene, Schwebfliege und Co. ist dennoch alles im Lot: In den BBS wurde der Rohbau des Insektenhotels fertiggestellt. Das gut 1,70 Meter breite und 2,50 Meter hohe Gerüst wurde von den Nabu-Mitgliedern abgeholt und zusammengebaut.
Die Rückwand entsteht in Eigenarbeit: die Grundschüler werden unter Anleitung von Schulleiterin Meike Kreutzburg die Fächer nach und nach füllen. Dazu hat der Nabu bereits Material gesammelt – Ästchen, Schilfrohr, Lehmziegel, Dosen, Bambus. Das Holz für das Insektenhotel hat der Landkreis Friesland finanziert.
Bereits im zeitigen Frühling hatten die Grundschüler einen Schulgarten angelegt. Dort wächst und gedeiht jetzt das Gemüse – wenngleich nicht so, wie das eigentlich der Plan war. Auch hier funkte Corona dazwischen. So konnte zum Beispiel das Kartoffelpflanzen keine Gemeinschaftsaktion werden, stattdessen wurden die Kinder per Termin einzeln bestellt, um dann ihre Kartoffel einzusetzen.
„Und wir haben vielen Schülern auf der Fensterbank vorgezogene Pflanzen mit nach Hause gegeben, damit sie dort auf der Fensterbank und dann im eigenen Garten das Wachstum beobachten können“, berichtet Kreutzburg. Die Schulleiterin hofft, dass im kommenden Jahr wirkliches Leben in den Schulgarten einziehen kann. Das Insektenhotel steht dann auf jeden Fall schon mal.
