Nordseeküste/Bremen - „Die Jugendherbergen im Nordwesten können derzeit nicht für die Beherbergung von Gästen genutzt werden. Aber sie bieten sich in Zeiten der Covid-19-Pandemie Land und Kommunen für Sondernutzungen an“, teilt Gesa Hauschild, Sprecherin der Jugendherbergen im Nordwesten im Verband Bremen/Unterweser-Ems mit. Etwa 25 Häuser – darunter die Jugendherbergen in Jever, Esens, Neuharlingersiel und auf Wangerooge – bieten Räume, Infrastruktur und Ausstattung für die Nutzung von Schulen und Behörden oder als alternative Unterkünfte an.
„Unsere Häuser verfügen nicht nur über die passende Ausstattung, etwa, weil die vorhandenen Gruppenräume schnell für verschiedene Zwecke umfunktioniert werden können, sondern mit unserem Fachpersonal ist zum Beispiel auch die Verpflegung kein Problem“, erläutert Thorsten Richter als Geschäftsführer der Jugendherbergen im Nordwesten das Unterstützungsangebot.
Denkbar sei sowohl die exklusive Nutzung des Hauses inklusive aller Zimmer und Betten, Aufenthalts- und Seminarräume oder auch eine Teilnutzung des Hauses. „Wir sind offen für alle Vorschläge und bringen gerne unsere Erfahrungswerte ein“, erläutert Richter weiter. So verfügten alle Einrichtungen des Deutschen Jugendherbergswerkes (DJH) über umfangreiche, praxiserprobte Hygienekonzepte sowie geschulte und erfahrene Mitarbeiter.
Im Bereich der Sondernutzungen bringe der Landesverband zudem schon Praxiserfahrungen mit: So wurde und wird die Jugendherberge Bremen als Unterkunft für Geflüchtete genutzt. In Leer sind Soldatinnen und Soldaten untergebracht, die Gesundheitsämtern bei der Kontaktverfolgung helfen. „Nicht zuletzt verfügen die Herbergen meist auch über attraktive, große Außengelände mit Spielgeräten für Pausenzeiten – was vor allem für die Schulnutzung ein Pluspunkt ist“, so der Geschäftsführer weiter.
„Als gemeinnütziger Verband ist es den Jugendherbergen im Nordwesten selbstverständlich, einen Beitrag zur Bewältigung der Corona-Pandemie zu leisten und zudem auch in der Krise neue Wege zu gehen“, sagt Thorsten Richter.
Gleichzeitig könnten die Einnahmen aus solchen Sondernutzungen den Jugendherbergen helfen, die derzeitigen enormen wirtschaftlichen Verluste durch die Coronakrise etwas abzufedern. Vertreter von Land, Kommunen, Behörden und weiteren Organisationen können bei Interesse oder Fragen zu möglichen Sondernutzungen direkt Kontakt zum DJH-Landesverband Unterweser-Ems aufnehmen, unter
