Jeverland - Die Kindergärten im Jeverland sind geschlossen, Notbetreuung soll bis 29. Januar gewährleistet sein. Seit Montag gilt: Nur 50 Prozent der Kinder werden betreut. Die Städte und Gemeinden im Jeverland hatten mit erhöhter Nachfrage nach Notbetreuung gerechnet. Ein Blick auf den Betreuungsstart zeigt: Noch läuft es ruhig.
Jever
Im Schnitt liegt die Auslastung der Kindergärten am Montag bei 40 bis 45 Prozent der regulären Gruppengrößen. „Sollte die Auslastung auf über 50 Prozent steigen, werden in den jeweiligen Einrichtungen entsprechende Lösungen gefunden, wie beispielsweise die Unterteilung einer großen Gruppe in zwei Kleingruppen“, sagt Stadt-Sprecherin Dana Ehlert. Dabei könne ein Teil der Gruppe auf den Bewegungsraum ausweichen.
Schortens
Andreas Stamer von der Stadt Schortens ist mit dem Start der Notbetreuung zufrieden: „Es ist gut und ruhig angelaufen, Eltern zeigen Verständnis. Wir haben überschaubare Anmeldezahlen.“ Insbesondere die Ganztagsgruppen seien mit 50 Prozent ausgelastet. Er erwartet, dass sich in der kommenden Woche die Anfragen vermehren, Stamer verspricht aber, die 50 Prozent-Marke konstant zu halten und gegebenenfalls die „eine oder andere kreative Lösung“ zu finden, um Kinder in der Notbetreuung unterzubringen.
Sande
Am Montag vermeldete Ordnungsamtsleiter Hans-Hermann Tramann, dass die Kita-Einrichtungen in Sande schon „gut ausgelastet“ seien. Der kirchliche Kindergarten habe rund 30 Kinder in der Notbetreuung, die städtischen „Kunterbunt“ und „Farbenspiel“ in Neustadtgödens seien an der Grenze zu 50 Prozent Auslastung, die „Schatzinsel“ in Cäciliengroden „nähert sich dem Limit des Möglichen“, so Tramann. „Der Bedarf ist sehr wohl da, wir haben eine ähnliche Situation wie im März. Wir warten auf weitere Möglichkeiten seitens des Landes“, sagt er. Tramann hofft, dass die Kita-Teams gemeinsam mit den Eltern die Situation bis voraussichtlich Ende Januar meistern werden.
Wangerland
Markus Gellert von der Gemeinde Wangerland ermittelte im Lauf des Tages die tatsächlichen Zahlen, war auf Anfrage aber schon einmal zuversichtlich: „Glücklicherweise überschreiten die Anfragen nicht unsere Kapazitäten. Das ist ein Zeichen dafür, dass die Eltern gut klarkommen und wir ihren Wünschen entgegenkommen“, so Gellert. Es zeigt sich schließlich, dass in Waddewarden zwei Kinder, in Horumersiel fünf Kinder, in Hooksiel 40 Kinder (aber noch Platz für bis zu 49 Kinder), in Hohenkirchen 25 Kinder sowie in Tettens 24 Kinder in drei Gruppen – davon sind zwei ausgelastet, eine Gruppe habe noch Kapazitäten – betreut würden. „Natürlich sind es immer auch Einzelfallentscheidungen, aber noch sieht es gut aus“, sagt Gellert.
Wangerooge
Der Kindergarten auf Wangerooge wird vom DRK geleitet. Dort hat es laut Kita-Leitung bisher keine Probleme mit der Notbetreuungsversorgung gegeben. In der Kita und der Krippe werden jeweils die Hälfte der normalen Gruppen betreut – das sind zehn Kindergartenkinder und vier Krippenkinder, die von zwei bzw. drei Erzieherinnen betreut werden. „Wir können aber auch keine neuen Kinder annehmen, da wir keinen Raum t für eine dritte Gruppe hätten“, heißt es aus dem Kindergarten.
