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Verkehrsplanung für Menkestraße in Schortens „Praxispersonal soll auf Parkplätze verzichten“

Noch können Autos von der Oldenburger Straße (rechts) in die Menkestraße einbiegen und am Knick (links) dem weiteren Verlauf der Menkestraße oder der Ladestraße folgen. Das Durchfahren soll bald nicht mehr möglich sein. Poller und Wendehammer sollen das bald verhindern.

Noch können Autos von der Oldenburger Straße (rechts) in die Menkestraße einbiegen und am Knick (links) dem weiteren Verlauf der Menkestraße oder der Ladestraße folgen. Das Durchfahren soll bald nicht mehr möglich sein. Poller und Wendehammer sollen das bald verhindern.

Planungsbüro IST

Schortens - Die vor wenigen Tagen von der Politik mehrheitlich beschlossene Abbindung der oberen Menkestraße für den Durchgangsverkehr wird in der Öffentlichkeit in Schortens weiterhin sehr kontrovers diskutiert. Jetzt hat Janto Just (Freie Bürger) als einer der Urheber der Idee die Planskizze des Ingenieurbüros gezeigt. Die verdeutlicht, wie man sich den nur rund 100 Meter langen Teilabschnitt der Menkestraße künftig vorstellen soll. Ziel ist es, diesen Abschnitt verkehrszuberuhigen und hier mehr Aufenthaltsqualität zu schaffen.

Die versenkbaren Poller sollen – anders als auf der Skizze – direkt an der Ladestraße platziert werden, um mehr Aufenthaltsplatz zu bekommen. Müllabfuhr und größere LKW sollen hier nur auf die Ladestraße aus- und nicht einfahren können, damit kein Wartestau auf der Ladestraße entsteht. Eine parallel zur weiteren Planung stattfindende Verkehrsuntersuchung soll feststellen, ob Lade- und Bahnhofstraße sowie die Ampelkreuzung am Bahnhof den zusätzlichen Durchgangsverkehr aufnehmen und wie die Ampelschaltungen an Bahnhof und Mühleneck eventuell angepasst und optimiert werden können. Das Planungsbüro IST will bei der weiteren Planung versuchen, die beiden im geplanten Wendehammer stehenden Bäume zu erhalten.

Genug Parkplätze

Das Planungsbüro habe außerdem deutlich gemacht, dass lediglich zwei Parkplätze in der Menkestraße wegfallen und der Behindertenparkplatz erhalten und optimiert werden soll. Zum Ein- und Aussteigen kann weiterhin wie bisher bis vor den Eingang zum Ärztehaus und zur Apotheke gefahren werden und das sowohl vorn an der Menkestraße wie auch, was wenig bekannt ist, hinten vom Parkplatz hinter dem Ärztehaus aus. Dort auf der Rückseite gibt es ebenfalls einen Eingang ins Ärztehaus, den der Rettungsdienst schon immer genutzt hat, und auch zur Apotheke. Wenig bekannt ist auch, dass sich auf der Rückseite von Ärztehaus und Apotheke ein großer Parkplatz für etwa 25 Autos befindet, der von Patienten und Kunden genutzt werden kann, erläutert Just.

„Leicht kompensieren“

„Soweit sich einige Geschäftsleute über den Wegfall von lediglich zwei Parkplätzen vor dem Haus aufregen, ist anzumerken, dass Praxisinhaber oder Gewerbetreibende aus Ärztehaus und Apotheke diesen Wegfall leicht dadurch kompensieren können, indem sie selbst oder ihr Personal darauf verzichten, Parkplätze hinter dem Haus über viele Stunden oder den ganzen Tag zu belegen“, fordert Just. „Sie werden in der Regel selbst ja nicht gehbehindert oder gehandicapt sein.“

Auf dem Parkplatz hinter dem Ärztehaus stehen sogar nachts mehr als ein halbes Dutzend Autos vermutlich mehr oder weniger unnötig herum. Diese unnötig belegten Stellplätze könnten ja Klienten und Kunden zur Verfügung gestellt werden, wenn sich öffentlich über Parkplatzmangel beschwert wird, fordert Just.


Und warum überhaupt das Ganze? „Durch die Abbindung der Menkestraße an der Ladestraße gewinnen wir zwischen dem Café Henry und dem neuen Bistro/Café EssCoBar eine zusammenhängende Aufenthaltsfläche für Außengastronomie und Veranstaltungen“, erklärt Janto Just. Im abgebundenen Teilstück der Menkestraße entstehe so ein verkehrsberuhigter Bereich, der auch die Aufenthaltsqualität vor Bäcker Ulfers-Eden verbessern wird. Oldenburger und Heinrich-Tönjes-Straße werden enorm vom Durchgangsverkehr entlastet, prophezeit Just. Alle Geschäfte dort blieben wie bisher direkt mit dem Auto anfahrbar – allerdings nur noch aus einer Richtung.

Übrigens: Von einer einjährigen Probephase, wie anfangs propagiert, ist keine Rede mehr. Wegen der erforderlichen Baumaßnahmen und in Aussicht gestellter Fördergelder ist von einer dauerhaften Veränderung auszugehen.  

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