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Objektschutzregiment der Luftwaffe „Friesland“ „Das nächste Jahr wird nicht weniger anspruchsvoll“

Ein Teil der Soldaten war in Wüstenflecktarn angetreten: Sie verlegen in wenigen Tagen nach Niamey im Niger.

Ein Teil der Soldaten war in Wüstenflecktarn angetreten: Sie verlegen in wenigen Tagen nach Niamey im Niger.

Birthe Brechters/Luftwaffe

Upjever - „Viele Menschen werden diesem Jahr nicht nachtrauern.“ Das meint Oberst Helge Gerken, Kommandeur des Objektschutzregiments der Luftwaffe „Friesland“. Beim Jahresabschlussappell auf dem Fliegerhorst Upjever erinnerte er an die Kriege und Krisen in Deutschland und der Welt, den Ukraine-Krieg und den Anschlag der Hamas vom 7. Oktober und den Kampf Israels gegen die Terrororganisation. Auch die Klimakatastrophe, Inflation, wirtschaftlicher Abschwung, Hass im Internet, Rechtsextremismus und offen zur Schau gestellter Antisemitismus hätten das Jahr 2023 in Deutschland und in der Welt geprägt.

„Freiheit wertschätzen“

Gerken appellierte an die Soldatinnen und Soldaten und an die zivilen Mitarbeiter des Regiments, in diesen unruhigen Zeiten demütig zu sein: „Hoffentlich können Sie den für uns alle als Normalzustand empfundenen Begriff der Freiheit noch besser einschätzen und wertschätzen.“

Der Oberst erinnerte auch an die zahlreichen Verpflichtungen der Objektschützer. Das Regiment stellt für die sogenannte Speerspitze der Nato, die „Very High Readiness Joint Task Force – VJTF“, fast 500 Soldatinnen und Soldaten mit allen Fähigkeiten zum Aufbau, Betrieb und Schutz eines Einsatzflugplatzes und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Landes- und Bündnisverteidigung. Dieses Kontingent muss innerhalb von fünf Tagen bereit sein, zu einem Einsatzort zu verlegen.

Mali-Einsatz endet

Ein besonderer Einsatz neigt sich hingegen dem Ende entgegen: In Kürze werden die letzten Soldatinnen und Soldaten aus Mali nach Schortens zurückkehren. „Damit endet auch für unser Regiment eine langjährige und prägende Phase, die uns noch lange in Erinnerung bleiben wird“, sagte Oberst Gerken. Alle Fähigkeiten des Regiments seien bei diesem Einsatz gefordert. Die Objektschützer hätten über Jahre hinweg mit nationalen und internationalen Partnern alles gegeben, um den Menschen in Mali ein stabiles Lebensumfeld zu gewährleisten.

Soldaten des Objektschutzregimentes waren und sind auch bei verschiedenen Einsätzen zur Sicherung der Nato-Ostflanke beteiligt. So wurden Anfang 2023 erstmalig deutsche und britische Objektschutzkräfte gemeinsam zum Schutz von deutschen und britischen Eurofighter in Estland eingesetzt. Vor wenigen Tagen wurden Soldaten nach Rumänien verlegt, um den Schutz der Südostflanke der Nato zu unterstützen.


Schutzengel verteilt

Eine Gruppe von Soldaten war beim Appell in Wüstenflecktarn angetreten, denn sie verlegen in wenigen Tagen nach Niamey, der Hauptstadt von Niger. Ihre Aufgabe: Schutz der Rückverlegung von Material und Personal UN-MINUSMA-Einsatzes in Mali. „Wir wünschen Euch alles erdenklich Gute und kommt gesund nach Hause zurück“, sagte Gerken diesen Soldaten. Im Anschluss übergaben der evangelische und der katholische Militärpfarrer kleine Schutzengel an die Einsatzsoldaten.

„Besten“ ausgezeichnet

Oberst Gerken nutzte den Jahresabschlussappell auch zur Würdigung besonderer Leistungen: Er zeichnete sieben Angehörige des Regiments als „Beste“ aus und als beste Einheit die 1. Staffel, die sich das ganze Jahr hinweg durch hohe Leistungs- und Einsatzbereitschaft ausgezeichnet hat.

Zum Abschluss des Appells bedankte sich Gerken bei allen Angehörigen des Regiments, auch bei den zivilen Beschäftigten und den Reservisten: „Ohne Eure Unterstützung könnten die Soldaten im Einsatz nicht bestehen.“ Der Oberst wünschte allen eine besinnliche Weihnachtszeit und einen ruhigen Jahreswechsel: „Nutzt die Zeit, um Kraft zu tanken, denn das nächste Jahr wird nicht weniger anspruchsvoll.“

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