Collstede - Historische Feuerwehrautos sind seit 30 Jahren bei der Oldtimerfeuerwehr in Collstede zu sehen. Alle Fahrzeuge waren vor langen Zeiten bei vielen Bränden im Einsatz und wurden nach und nach durch modernere Wagen ersetzt. Um sie der Nachwelt zu erhalten, gründeten Kameraden der Altersabteilung die Oldtimerfeuerwehr.
Mittlerweile haben die 61 Mitglieder allerlei Feuerwehrgerätschaften aus vergangenen Jahrzehnten und Jahrhunderten zusammengetragen und aufbereitet, die einen Überblick über die früheren Brandbekämpfungsmöglichkeiten geben.
Kleiner Erholungspark
Jetzt haben sich die Kameraden neben der Ausstellungshalle einen kleinen Erholungspark geschaffen. In einer gemeinschaftlichen Aktion mit einigen Sponsoren entstand in den letzten Monaten ein Kleinod mit bienenfreundlichen Blumen, einem Teich und verschiedenen Sträuchern. Zuerst wurden alte durch den Sturm umgefallene Bäume samt ihrem über 25 Jahre gewachsenen Wurzelwerk aus dem Erdboden geholt.
Für den Wegebau steuerte Thomas Hasselbach aus Grabstede 80 große Gehwegplatten bei. Diese schweren Platten transportierte Harm Langediers mit seinen Gerätschaften nach Collstede. Dann fehlte es an Mutterboden und Füllsand. Das dem kleinen Museum gegenüberliegend ansässige Fuhr- und Lohnunternehmen Bäcker spendete diese Bodenmaterialien.
Lange Vorbereitung
Nachdem die Vorbereitungen nach wochenlanger Arbeit abgeschlossen waren, ging es an die Bepflanzung, die das Garten- und Landschaftsbauunternehmen Hannes Eilers aus Zetel übernahm. Dieses Gartenprojekt wurde mit einem Zuschuss von 1500 Euro von der Raiffeisenbank gesponsert.
Manchmal sind die historischen Fahrzeuge auch auf den Straßen zu sehen, denn alle sind funktionstüchtig und müssen regelmäßig bewegt werden. So fahren gern Hochzeitspaare mit einem alten Feuerwehrauto zu ihrer Feier. Für Gruppen, wie Hausfrauenvereine oder Schulklassen, kann ein Besuchstermin mit dem Vereinsvorsitzenden Günter Füst vereinbart werden, unter Tel. 04452/948551 oder per E-Mail unter guenter.fuest@t-online.de.
Wer sich intensiver mit der alten Feuerwehrtechnik beschäftigen möchte, ist im Verein herzlich willkommen. „Am besten handwerklich begabte Leute, die sich mit uns um den Erhalt der Feuerwehrfahrzeuge und Pumpen bemühen wollen“, meinte Günter Füst bei der feierlichen Eröffnung.
