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Aufräumen nach dem Orkan in Sande Zeynep wütet auch im Sander Wäldchen

Der Orkan riss die Dachpappe von diesem Haus am Oldenburger Damm. Die Feuerwehr Gödens entfernte die restlichen Bahnen, die sonst zur Gefahr für den verkehr hätten werden können.

Der Orkan riss die Dachpappe von diesem Haus am Oldenburger Damm. Die Feuerwehr Gödens entfernte die restlichen Bahnen, die sonst zur Gefahr für den verkehr hätten werden können.

Feuerwehr Gödens

Sande - Umgestürzte Bäume auf den Straßen und durch die Luft wirbelnde Gegenstände: auch für die Ortswehr Gödens war die Orkannacht eine außergewöhnliche: Der erste Einsatz ereilte die Einsatzkräfte bereits am frühen Morgen um kurz nach fünf Uhr: Mehrere Bäume versperrten die Autobahnabfahrt Zetel und mussten mit der Kettensäge entfernt werden. Drei Stunden später mussten die Gödenser erneut raus: An der Autobahnabfahrt versperrte ein weiterer Baum die Straße.

In der Nacht zum Samstag, als „Zeynep“ nochmal richtig Luft geholt hatte und kräftig an Fahrt aufnahm, wurde es auch für die Ortswehr Gödens ungemütlich: Elf mal musste die Freiwilligen Feuerwehrleute ausrücken, um zu helfen. Bei 10 Einsätzen ging es um umgestürzte Bäume oder um Bäume, die umzustürzen drohten. Dort wurden die Kameradinnen und Kameraden bei fünf Einsätze tätig. Ein Baum konnte aufgrund der Sicherheit nicht entfernt werden, der Bauhof hat diesen Bereich abgesperrt. Bei vier weiteren Bäumen, die auf privatem Grundstücken umkippten, lag der Zuständigkeitsbereich nicht bei der Feuerwehr.

Viele Bäume entwurzelt

Heftig gewütet hat der Orkan „Zeynep“ auch im Sander Wäldchen, für dessen Erhalt und Schutz so heftig gestritten wurde in den vergangenen Monaten: Etliche große Bäume hat der Orkan entwurzelt und hatte auf dem weichen und nassen Untergrund leichtes Spiel. Dutzende Fichten und große Laubbäume stürzten auf die Wege und teilweise auch auf die Gräber. Viele weitere Bäume brachen am Stamm oder stehen nun in einer bedrohlichen Schräglage.

Der Friedhof ist in Teilen mit Flatterband gesperrt und auch vor dem Betreten des Wäldchens wird gewarnt: Oben in den Bäumen hängen überall abgebrochene dicke Äste, die jederzeit herunterfallen und im schlimmsten Fall Menschen treffen und schwer verletzen könnten.

In den kommenden Tagen wird es auf dem Areal wie schon zu befürchten war zu einem größeren Einsatz mit Motorsägen kommen müssen. Am Friedhof und im Wäldchen muss nach dem Sturm aufgeräumt werden.


Ursprünglich sollten etliche weitere Fichten wegen mangelnder Standsicherheit schon vor einigen Wochen gefällt werden - doch nach dem Protest und Empörung vieler Unwissender über Bäume und Boden hatte die evangelische Kirchengemeinde Sande als Eigentümerin die Arbeiten gestoppt. Diesen „Job“ hat nun „Zeynep“ übernommen und hat alles umgeweht, was seiner unbarmherzigen Wucht nicht standhielt.

Zu Schäden kam es auch auf einem Grundstück am Ulmenweg. Dort hatte der Orkan erst zwei große Tannen zu Fall gebracht, im Laufe der Nacht stürzte auf dem vom Regen durchweichten Untergrund auch noch ein dritter Baum um und begrub einen Zaun unter sich.

Gefahr an L 815 gebannt

Bei einem weiteren Einsatz im Sturm hatte sich die Dachpappe eines Wohnhauses gelöst. Die drohte in großen Stücken auf die vielbefahrene L 815 geweht zu werden. Die Dachpappe der Gaube wurde daher von der Feuerwehr komplett entfernt. Für die Zeit des Einsatzes musste die L 815 (Oldenburger Damm) voll gesperrt werden. In der Nacht wurde auf der selben Höhe des Oldenburger Dammes eine Tanne entfernt.

Am Freitagabend befand sich eine Bereitschaft mit zwölf Personen auf der Wache in Gödens. Im Feuerwehrhaus in Sande wurden eine Leitstelle eingerichtet, um die Leitstelle in Friesland/Wilhelmshaven zu entlasten, welche die Einsätze an die Wehren weiterleitete.

Oliver Braun
Oliver Braun Redaktion Jever
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