Entwicklung Hooksiels und Hotelneubau

Als Tourist und Gast in Hooksiel habe ich die Befürchtung, dass der Ort unnatürlich mit weiteren Ferienimmobilien zugepflastert wird. 300 000 Euro Zweitwohnungssteuer hört sich im ersten Moment gut an; bezahlbare Wohnungen für die Einheimischen sind jedoch für mich nicht erkennbar mit in die Planungen einbezogen. Dass die vorhandene Infrastruktur, z. B. die Ver- und Entsorgungssysteme, ebenfalls mitwachsen muss, das rechnen die Investoren nicht vor. Schon jetzt kann man in Hooksiel am Kreisverkehr einen sprunghaften Anstieg von Fahrzeugen beobachten, die zum Teil einen langen Rückstau verursachen.

Es gibt auch Maßnahmen, die schnell umgesetzt werden können. Schon jetzt nutzen wir Urlauber den Strandkorb nicht, weil diese sehr dicht zusammenstehen; von Erholung kann da keine Rede sein kann. Eine Erweiterung der nutzbaren Fläche für Strandkörbe ohne große Investition ist sicherlich möglich. Ein Café am Strand wäre auch machbar und brächte durch Pachteinnahmen Entlastung für den Haushalt. Wünschenswert wäre auch ein zusätzlicher Supermarkt. Außerdem sollte die Gemeinde über weitere Parkplätze im Ort nachdenken.

Beschleunigt werden sollte meines Erachtens der Neubau der Feuerwehr. Der jetzige Standort könnte neugestaltet werden. Nach Abriss der Gebäude könnten dort Ferienwohnungen gebaut werden und im Erdgeschoss ein Fischrestaurant mit Terrasse Richtung Hafen. Es kann nicht sein, dass ein Feriengast eine Woche vorher einen Tisch in einem Restaurant bestellen muss, um überhaupt Platz zu bekommen. Für die jüngere Generation könnte in der Nähe der Wasserskianlage auch eine Disco gebaut werden.

Dieter Oellrich Erkrath