Jever - Auf dem Jeveraner Wochenmarkt ist die Freude über das anstehende Osterfest groß. Am Dienstag erledigen viele wichtige Besorgungen für die Feiertage: Frische Eier, Blumen oder Fleisch aus der Region. Die Redaktion Friesland hat sich bei den Einkaufenden erkundigt, was von Gründonnerstag bis Ostermontag geplant ist.
Traditionelles Essen
Familie Schumacher aus Wiefels begeht die Osterfeiertage mit einer traditionellen Speisekarte: „Am Karfreitag gibt es bei uns Fisch und keine Wurst“, sagt Elmar Schumacher. Seine Mutter, Gabriele, ist für vierzehn Tage zu Besuch aus dem Ruhrgebiet und freut sich, das Osterfest zusammen mit der Familie zu feiern: „Man kann wieder was vorhaben, das ist schön“. So haben sich die Schumachers für den Samstag das Osterfeuer im Dorf vorgenommen, das nach zwei Jahren wieder stattfinden darf. „Da freuen wir uns besonders drauf“, sagt Elmar Schumacher mit einem Lachen. Auf den Kirchenbesuch am Ostersonntag verzichtet die Familie Schuhmacher, dafür gibt es ein umfangreiches Osterfrühstück mit Soleiern und später einen Osterbraten als richtiges Sonntagsessen.
Auch für Marion Homfeldt aus Jever hat das Essen an den Osterfeiertagen einen besonderen Stellenwert: „Karfreitag färbe ich Eier selber, dann backe ich Brot und einen Osterzopf“, sagt sie. Die Eier dafür hat sie auf dem Wochenmarkt frisch gekauft. Zum Brunch kommt die Familie von Jever bis Bremen zusammen: „Jeder bringt was mit“. Dabei fällt das Essen eher herzhaft als süß aus: „Wir haben lieber Vollkornbrot als Schokolade.“
Verschiedene Pläne
Dagmar Eichner-Jentsch aus Berlin steht bei Fleischer Bruns in der Schlange. Sie hat bei ihm schon den Pinkel für das traditionelle Grünkohlessen am Gründonnerstag vorbestellt. Seit 20 Jahren fährt sie in ihr Ferienhaus ins Wangerland. Neben ihrem Mann sind in diesem Jahr auch ihre 90-jährige Mutter und ihr Onkel dabei: „Dieses Ostern soll ein besonderes werden.“ Sie hofft auf einen Tisch für das Osteressen in Waddewarden. Zum Osterfeuer nach Tettens gehen sie auf jeden Fall. Ostern ist für Dagmar Eichner-Jentsch eines ihrer Lieblingsfeste: „Ich liebe Tulpen und Osterglocken und wie alles grün wird.“
Doch nicht alle kommen mit Vorbestellungen auf den Wochenmarkt: „Wir haben für Ostern keine konkreten Pläne“, sagt Christoph Freimuth aus Wuppertal. Er und seine Frau wissen nur, dass sie nicht in ein Restaurant gehen wollen. Dahin könnte sie ihre 18 Monate alte Hündin Frida nicht begleiten. Bis Ostersamstag sind die Freimuths noch auf ihrem jährlichen Urlaub in Hooksiel. Was danach kommt, entscheiden sie spontan.
Flexibel bleiben
Anja Münk, die mit ihrem Stand jede Woche Blumen verkauft, muss umplanen: „Meine Tochter und ihre Familie haben jetzt leider Corona bekommen“, erzählt die Blumenverkäuferin. Alleine feiert sie aber trotzdem nicht, ihr Sohn und seine Freundin kommen aus Wiesmoor zu Besuch. Sie und ihr Mann wohnen in Upschört. Am Ostersonntag fällt zwar die Schokolade für die Kinder weg, doch den gemeinsamen Brunch mit Rührei richten die Münks trotzdem aus.
Nicht nur aufs Eiersuchen, sondern auch aufs traditionelle Eierkullern verzichten sie ohne die Enkelkinder. Davon lässt sich Anja Münk aber nicht entmutigen: „Vielleicht verlegen wir das gemeinsame Fest einfach eine Woche nach hinten – die Eier sind dann ja immer noch gut. “
Ehepaar Heike und Elmar Schumacher haben über Ostern Besuch von Elmars 81-jähriger Mutter Gabriele Schumacher.
Jule Hauken
Dagmar Eichner-Jentsch hat beim Schlachter Pinkel für das Grünkohlessen am Gründonnerstag bestellt.
Jule Hauken
Christoph und Barbara Freimuth begehen mit Hund Frida ein entspanntes Osterfest.
Jule Hauken
