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Ostfrieslandkrimi „Tod auf Wangerooge“ Autor setzt auf Faszination und besondere Merkmale

Autor Thorsten Siemens wohnt mit seiner Familie in Sande und kennt die gesamte ostfriesische Halbinsel samt Inseln gut. Bild:

Autor Thorsten Siemens wohnt mit seiner Familie in Sande und kennt die gesamte ostfriesische Halbinsel samt Inseln gut. Bild:

Siemens

Wangerooge/Sande - „Tod auf Wangerooge“ ist der Titel des neuen Ostfrieslandkrimis von Autor Thorsten Siemens. Die junge Ermittlerin Hedda Böttcher wird erneut auf die Probe gestellt: An Wangerooges Strand liegt ein Toter. Der junge Schwimmer im Neoprenanzug ist offenbar ertrunken. Doch der tragische Unglücksfall ist gar kein Unfall – es handelt sich um heimtückischen Mord. Doch was ist das Motiv?

Wenn Thorsten Siemens seine Krimis schreibt, betreibt er vorab aufwendige Recherchen. Seine Romane bezeichnet der Autor als „eine gute Mischung aus Reisebroschüre, Liebes- und Kriminalroman“. Neben dem Kriminalfall und der Beziehung der beiden Hauptcharaktere ist ihm auch der jeweilige Tatort sehr wichtig. „Ich lege großen Wert darauf, dass es wirkt, als wäre man beim Lesen selbst dort“, sagt der Familienvater. „Ich reise immer an die Orte, wo der Roman spielen wird.“ Bei seinem aktuellsten Werk war das allerdings nicht möglich. Coronabedingt mussten andere Mittel und Wege her. „Zum Glück kenne ich viele, die regelmäßig auf der Insel sind und mich bei den Schauplätzen unterstützt haben“, sagt Thorsten Siemens.

Lieblingsbuch

Auf seiner Webseite www.thorstensiemens.de gibt es unter der Rubrik „Schauplätze“ Fotos der Stellen, wo die Handlungen seiner Krimis stattfinden. „Das Schöne ist ja, dass wir in einer Region leben, wo andere Urlaub machen“, sagt er. „Da habe ich dann schon das eine oder andere Mal das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden und die Fotos geschossen.“

So sieht der Arbeitsplatz von Thorsten Siemens für gewöhnlich aus. Bild: Privat

So sieht der Arbeitsplatz von Thorsten Siemens für gewöhnlich aus. Bild: Privat

Darüber hinaus baut der 42-Jährige immer wieder auch interessante Fakten mit ein. „Es macht zum Beispiel einen Unterschied, ob man in Süß- oder Salzwasser ertrinkt. So etwas baue ich gern ein, wo dann der eine oder andere vielleicht sagt: Oh, das habe ich gar nicht gewusst.“ Sein Lieblingsbuch ist „Tod am Kap Norderney“. In diesen Band brachte Thorsten Siemens seine Faszination für das Universum ein. „Das habe ich dann mit dem Kriminalfall verknüpft. Da ist auch sehr viel eigenes, privates Wissen reingeflossen“, sagt er. Eine weitere Besonderheit sind die Andeutungen im Epilog, also am Ende seiner Romane.

Cliffhanger

Dort gibt der Autor immer wieder Spielraum für Interpretationen, was im nächsten Teil der Krimiserie passieren könnte. „Dabei sind die Informationen, die ich gebe, bewusst so gewählt, dass sie auch falsch interpretiert werden können“, sagt Thorsten Siemens. Das Feedback seiner Leserschaft sei positiv. „Manche melden sich dann und fragen mich, wann denn der nächste Teil endlich kommt.“

Thorsten Siemens

IDEENBUCH QUILLT ÜBER So entsteht ein Ostfrieslandkrimi

Sarom Siebenhaar

Für gewöhnlich liegen zwischen den einzelnen Bänden nur wenige Monate. Der nächste Band ist also schon in Arbeit. „Die Grundidee steht, auch der Ort“, verrät Thorsten Siemens. Mehr möchte er noch nicht preisgeben – außer einem kleinen Hinweis: „Im neuen Band nimmt die Beziehung der beiden Hauptcharaktere Hedda und Enno eine zentrale Rolle ein.“

Sarom Siebenhaar
Sarom Siebenhaar Redaktion Jever
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