Hooksiel - Die Wangerland Touristik GmbH (WTG) und die Gemeinde Wangerland sehen einer Klage gegen die Parkgebühren am Strand von Hooksiel relativ gelassen entgegen. Der Schortenser Ratsherr Janto Just (Freie Bürger) will gegen die Erhebung von Parkgebühren am Strand von Hooksiel klagen. „Wir hoffen natürlich, dass das Gericht zu unseren Gunsten entscheidet“, sagt Wangerlands Bürgermeister Mario Szlezak. Denn sollte das nicht der Fall sein, würden die Richter nach Ansicht Szlezaks einen Präzedenzfall schaffen. „Das wäre ein Grundsatzurteil und würde bedeuten, dass man überall an der Küste keine Parkraumbewirtschaftung mehr betreiben könnte“, ist Szlezak überzeugt.
WTG-Chef Armin Kanning ergänzt: „Wir müssen jetzt erstmal abwarten, wie genau die Begründung lautet und wie das Verfahren anläuft.“ Alles andere wäre ein Blick in die Glaskugel. Derweil erklärt der Touristiker, dass aufgrund der fast gleichen Summen (zu erwartende Parkgebühren und Einnahmen aus dem Strandeintritt), der Eindruck entstehen könne, man würde den Strandeintritt durch die Gelder fürs Parken eins zu eins kompensieren. Das, so Kanning, sei de facto aber nicht richtig. „Wir sind eine Gesellschaft. Am Ende kommen alle Einnahmen in einen Topf und alle Ausgaben werden auch aus diesem einen Topf bezahlt.“ Insofern könne man nicht sagen, dass die Parkgebühren nur für Ausgaben im Bereich des Strandes verwendet werden.
