Horumersiel - „Das ist die perfekte Welle - das ist der perfekte Tag“ sang die Popgruppe „Juli“ vor Jahren. Diesen Hit hatten Seglerinnen und Segler im Ohr, als Sonnabend die 53. Horum-Regatta der Segelkameradschaft Horumersiel (SKHS) bei echt perfektem Segelwetter ablief. „Eigentlich kennen wir zu Horum nur Flaute oder Starkwind, heute passt aber alles“, sagte ein Teilnehmer aus Hooksiel. 69 Boote waren angemeldet – 63 gingen an den Start. Sechs Jachten blieben im Hooksmeer hängen, weil die Schleuse nicht mehr geöffnet werden konnte: Betriebsstörung. Die seit 1970 ausgetragene Horum-Regatta ist die meldestärkste Wettfahrt im Jaderevier.
Das Hochwasser trat bereits kurz nach 4 Uhr ein, was zu Folge hatte, dass die Skipper und ihre Crews schon zeitig aus Horumersiel und Hooksiel auslaufen mussten, um den Start um 8 Uhr auf Schillig-Reede zu erreichen. Ein beindruckendes Bild bot sich, als die Armada in drei Starts auf den gut 20 Meilen langen Kurs geschickt wurde.
Seebahn: Gruppe 1: 1. Nynjango, Dirk Jacobs, Sail Lollipop Regattaverein; 2. Westergast, Jörg Schleebaum, SKHS; 3. Heartbeat, Marlene Brudek, WSV Hooksiel Gruppe 2: 1. Circus Maximus, Tanno Kruse, SKHS; 2. Fix4Fun, Stefan Hoffmann, Wilhelmshavener Segelclub; 3. Lucy & Co. Christoph Dons, WSC. Gruppe 3: 1. Diana, Wiard Siuts, SKHS; 2. Njord, Matthias Müller, WSC; 3. Vega, Jan-Hinnerk Faida, MSW Gruppe 4: 1. Cheerio, Ole Eden, Seglerverein Harlebucht, Bensersiel; 2. Nu man to, Hanko Hagena, SKHS; 3. Good will, Birte Schleebaum, SKHS. Mehrrümpfer: 1. Dienstreise, Tammo Diebel, SKHS; 2, Baike, Ailt-Wiard Janßen, SKHS; 3. Dreebeen, Henning Gerken, SKHS.
Auf der Jadebahn segelten drei Gruppen: Gruppe 1: 1. Knutt, Weert Siuts, SKHS; 2. Hoppje 2, Arnd Janßen, Butjadinger Yachtclub; 3. Skaga, Thorsten Wehrmann, WSC. Gruppe 2: 1. Corroboree, Holger Liebert, WSV Hooksiel; 2. Nörd, Rene Fischer, SV Harlebucht; 3. Masteras, Erich Lauts, SKHS. Gruppe 3: 1. Stella Maris, Hardwig Gerdes, SKHS; 2. All up Stee, Jürgen Pape, 3. Orion, Dennis Ritter, SK Geniusbank.
Die schnellsten Boote waren Dreebeen auf der Seebahn und Nörd auf der Jadebahn.
Das war knapp
Die Regattaleitung an Bord des Startboots „Fine“ hatte bange Sekunden zu überstehen, als sich beim ersten Start ein Pulk von Booten sehr dicht an Josef Mendes (Wangerooger Yachtclub) Motorjacht vorbei schob. „Das war knapp“, meine Wettfahrtleiter Hendrik Busemann vom WSV Hooksiel.
53. Horum-Regatta. Fotos: Kalle Klein
Kalle Klein/Theo Kruse
53. Horum-Regatta: Die Mellumbake bleibt für ein Jahr in Horumersiel. Darüber freuen sich Regattawart Alexander Bayer, 1. Vorsitzender Jan Gerdes und Jette Hicken (von links).
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Auf der "Hebbes" wurde mit vollen Einsatz gesegelet. Während Skipper Alexander Bayer die Segel trimmt, sitzt Freundin Isabell Euken frohgestimmt auf der hohen Kante.
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53. Horum-Regatta: Mittlerweile entscheiden sich auch viele ambitionierte Amateure für die schwarzen Foliensegel mit Kohlefaserverstärkung.
Kalle Klein/Theo Kruse
53. Horum-Regatta: Mittlerweile entscheiden sich auch viele ambitionierte Amateure für die schwarzen Foliensegel mit Kohlefaserverstärkung.
Kalle Klein/Theo KruseBei schwacher bis mäßiger Brise (3-4 Beaufort) ging es jadeabwärts um Minsener Oog herum auf den Pegel Wangerooge-Nord nördlich vom Café Pudding zu. Der Wind aus Nordwest zwang die Crews zu zahlreichen Kreuzschlägen. Nach dem Pegel galt es noch, die Jadetonne 11 steuerbord zu runden. Dort konnten auf dem Kurs zurück ins Ziel Spinnaker gesetzt werden. Vor dem Augen der Camper und Urlauber in Schillig wurde noch ein kurzer Up-and-down-Kurs gesegelt, bevor es ins Ziel ging.
Lust auf langen Schlag
Die drei Gruppen der Jadebahn mussten nicht wo weit raussegeln, hatten aber mit dem Gezeitenströmen sicherlich eine ebenso schwere Aufgabe zu bewältigen. „Wir wollten aber gern auch mal wieder den langen Schlag nach draußen wagen“, erklärte Regattawart Alexander Bayer die erneute Änderung im gewohnten Ablauf. Die hohe Zustimmung unter den Skippern gab im im Nachhinein recht.
Insgesamt kehrten die Seglerinnen und Segler zufrieden und sonnengebräunt am frühen Nachmittag in die Heimathäfen Horumersiel, Hooksiel oder Wilhelmshaven zurück. Deshalb gab es bei der Siegerehrung und Preisverteilung am Hafen nur strahlende Gesichter. Den „ewigen“ Wanderpreis, die Mellumbake, holten sich nach langer Pause die Gastgeber von der SKHS. Die Jachten „Stella Maris“, „Good will“ „Nu man to“ und „Circus maximus“ sorgten dafür, dass das Modell der Spitzbake im Vereinsheim „Südkantine“ stehen bleiben kann.
An Sieger und Platzierte übergaben 1. Vorsitzender Jan Gerdes und Regattawart Alexander Bayer Sachpreise und Gutscheine. In diesem Zusammenhang dankte Gerdes den zahlreichen Unterstützern der Horum-Regatta und lobte die Regattasicherung durch die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS).
