Hohenkirchen - Nach den anfänglichen Aufgeregtheiten im Frühjahr in Hohenkirchen um die Einrichtung einer Flüchtlingsunterkunft für bis zu 400 Personen im „Dorf Wangerland“ hat sich die Situation offenbar deutlich entspannt. Etwaige Konflikte würden schon im Vorfeld durch einen Runden Tisch mit vielen Teilnehmern aufgefangen, berichte Bürgermeister Mario Szlezak in der Ratssitzung. Einige Bewohner hätten ihre Unterkunft inzwischen auch bereits wieder verlassen. Auch beim Dorffest am vergangenen Wochenende habe es überhaupt keine Auffälligkeiten gegeben. Daher sei alles entspannt.
Szlezak ging auch auf den Personalmangel in der Verwaltung ein. Großer Personalmangel belaste aktuell vor allem die Bauabteilung. Anträge würden entsprechend dem Eingangsdatum abgearbeitet. Abhilfe soll eine Stellenausschreibung bringen – so jedenfalls die Hoffnung. Was die Windkraft und die Fotovoltaik angeht, so werde man sich in den nächsten Wochen damit beschäftigen.
Bürgermeister auch Standesbeamter
Der Personalmangel behindere auch die Planungen mit Blick auf die Frage, was mit dem alten Feuerwehrgerätehaus in Hooksiel geschehen soll, wenn die Feuerwehr dort ausgezogen ist und ihr neues Domizil am Hohe Weg bezogen hat. Dort soll kommende Woche erst mal Richtfest gefeiert werden.
Entschärft ist der Personalmangel auf dem Standesamt der Gemeinde: Bürgermeister Mario Szlezak wurde von den Ratsmitgliedern einstimmig zum Standesbeamten unter gleichzeitiger Berufung in das Ehrenbeamtenverhältnis bestellt. Szlezak ist damit der sechste Standesbeamte im Rathaus Hohenkirchen.
Für den Leuchtturm „Roter Sand“ werde die Gemeinde einen Standort anbieten, sagte der Bürgermeister. Doch könne die Gemeinde den möglichen Aufbau nicht alleine stemmen und werde daher mit dem Land Niedersachsen aus einer guten Position heraus verhandeln.
Inselbebauung wieder fraglich
Großen Raum nahm der beabsichtigte Verkauf der Rundinsel im Wangermeer ein. Nach Aussage von Bürgermeister Szlezak habe sich der bisherige Investor „zurückgezogen“. Verhandlungen sollten erneut mit den bisher zuvor gewesenen Investoren und anderen Interessenten geführt werden.
Alice Brandenburg-Bienek (CDU) schlug stattdessen vor, die „Rundinsel neu zu planen“. Für Investoren sei es in der jetzigen Phase auf dem Kapitalmarkt schwierig, so ein Objekt umzusetzen. Holger Ulfers (SPD) schlug vor, die bisherigen Konzepte weiter zu verfolgen. Reiner Tammen (Grüne) riet ebenfalls dazu, die Pläne abzuarbeiten. Wie es mit der Inselbebauung weitergeht, weiß aktuell niemand.
