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NWZonline.de Region Friesland Politik

12 748 Euro für Gräber-Pflege

18.01.2014

Jeverland Die Soldatinnen und Soldaten des Fliegerhorsts Upjever haben bei der Haus- und Straßensammlung 2013 im Jeverland 12 748,88 Euro Spenden für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge gesammelt.

Am Freitag fand auf dem Fliegerhorst Upjever die Übergabe des symbolischen Schecks im Rahmen eines Dankeschön-Frühstücks an Volksbund-Kreisverbandsvorsitzenden Landrat Sven Ambrosy, die Geschäftsführerinnen Heike Szatkowski-Schütz (Friesland) und Evelyn Kremer-Taudien (Weser-Ems) sowie den Volksbund-Beauftragten Rainer Grygiel statt. Als Vertreter der Kommunen nahmen die Bürgermeister Gerhard Böhling (Schortens), Jan Edo Albers (Jever) und von der Gemeinde Wangerland Peter Podein teil.

Sammlung in Straßen

50 Soldatinnen und Soldaten hatten sich – mit Sturm „Xaver“ im Nacken, wie Standortältester Oberst Hans Peter Dorfmüller betonte – an der Sammlung in Schortens, Jever und Hohenkirchen beteiligt. „Wir Soldaten brauchen uns in Sachen Engagement nicht verstecken“, betonte Dorfmüller. Das Engagement für den Volksbund habe eine besondere Dimension – „um so schöner ist, dass wir die ehrenamtliche Beteiligung an Sammelwoche und Pflegeeinsätzen immer schaffen“.

Denn zehn Soldaten aus Upjever haben sich zusätzlich im Oktober elf Tage lang zur Gräberpflege in Cheb, dem einstigen Eger, in der Tschechischen Republik aufgehalten. Unter dem Kommando von Heiko Ulrichs haben die Soldaten 120 Grabsteine neu gesetzt, Fundamente freigelegt und Grabzeichen gereinigt, haben Wege angelegt sowie Pflege- und Reparaturarbeiten erledigt (die NWZ  berichtete).

Die Kriegsgräberstätte Cheb für deutsche Kriegstote des Zweiten Weltkriegs wurde 2008 bis 2010 vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge angelegt. 5711 Gräber sind dort bereits zu finden, nach Abschluss der Arbeiten wird die Stätte 7700 Gräber umfassen.

„Auf den Gräbern zu stehen, ist für die Soldaten ein ganz spezielles Gefühl“, sagte Dorfmüller. Es sei wichtig, dass junge Leute ihre Verantwortung wahrnehmen und ausfüllen lernen, betonte er. Die zehn Soldaten wurden für ihren Pflegeeinsatz am Freitag besonders ausgezeichnet.

Ebenfalls ausgezeichnet wurde Hauptfeldwebel Hans Harms für sein Engagement beim Jugendcamp des Volksbunds in St. Denis de Lisieux in Frankreich.

„Wir sind es den Toten schuldig, ihrer zu gedenken und zu mahnen“, betonte Landrat Sven Ambrosy. Der Tod jedes einzelnen wäre verhinderbar gewesen, „wenn kein Krieg geherrscht hätte“, sagte er und erinnerte daran, dass vor 100 Jahren der Erste und vor 75 Jahren der Zweite Weltkrieg ausbrach. Ein Gegenkonzept zum Krieg sei das heutige friedliche Europa, deshalb sei die Beteiligung an der Europawahl am 25. Mai auch eine Wahl für Frieden, so Ambrosy. Er würdigte auch die Arbeit des Volksbunds als Förderung des Friedens durch Aufklärung, Verständigung und die Arbeit mit Schülern.

Enge Verbundenheit

Schortens’ Bürgermeister Gerhard Böhling dankte den Soldaten ebenfalls für ihr Engagement: Das hohe Ergebnis der Sammlung zeige auch die Verbundenheit der Menschen im Jeverland mit dem Standort Upjever: „Die Bundeswehr genießt hier hohes Ansehen“, betonte er. Zugleich wünschte er sich, dass ein weiterer Gräberpflegeeinsatz die Soldaten erneut in die Gegend von Schortens’ ungarischer Partnerstadt Nagybajom führt. „Das hat unsere ungarischen Partner beim letzten Einsatz sehr gefreut“, berichtete er.

Laut Volksbund-Beauftragtem Rainer Grygiel organisiert der Volksbund jedes Jahr 85 Einsätze von Soldaten im Ausland, 14 davon entfallen auf Standorte in Niedersachsen.


     www.volksbund.de 
NWZ TV    zeigt einen Beitrag unter   www.nwz.tv/friesland 
Melanie Hanz Agentur Hanz / Redaktion Jever
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