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NWZonline.de Region Friesland Politik

Alter Getreidespeicher soll weg

24.06.2011

MIDDOGE Noch steht der Dorferneuerungsplan für Middoge nicht – Ende des Jahres will die Arbeitsgruppe aus Middoge gemeinsam mit den Experten des Landes festlegen, was im Rahmen der Dorferneuerung in Angriff genommen werden soll. Aber die gut 20 Köpfe umfassende Arbeitsgruppe hat sich schon einige Gedanken gemacht. Und am Donnerstag hatten die Middoger Gelegenheit, sie Landwirtschaftsminister Gert Lindemann vorzustellen.

Im Mai 2010, als Middoge ins Programm aufgenommen wurde, hatten die Middoger in Hannover die Einladung, ihr Dorf zu besuchen, an die damalige Landwirtschaftsministerin Astrid Grotelüschen ausgesprochen. Grotelüschen hatte nie Zeit, ins Wangerland zu kommen – doch ihr damaliges Versprechen löste nun Lindemann ein und traf sich mit Mitgliedern der Planungsgruppe um die Dorfsprecher Elfriede Wachtendorf und Ekke Schoof sowie Pastor Fritz Weber, Bürgermeister Harald Hinrichs und Interessierten.

Ein wichtiger Effekt der Dorferneuerung sei, dass sich die Menschen im Dorf besser kennen lernen und enger zusammenrücken. „Das ist ein substanzieller Aspekt der Förderung“, sagte Lindemann – und war durchaus erstaunt, anhand des Fotoalbums zum Umbau der Pastorei in ein Dorfgemeinschaftshaus zu sehen, wie eng die 120 Middoger bereits zusammenarbeiten.

Er berichtete zudem, dass die Ausrichtung des Dorferneuerungsprogramms sich ab 2015 wandeln wird: Da immer mehr junge Leute die Dörfer verlassen und die Gesellschaft insgesamt älter wird, wird künftig die Dorfinnenentwicklung mit Umgestaltung der Dorfkerne und Ausbau der Infrastruktur eine größere Rolle spielen als die bisherige Ausweisung neuer Baugebiete.

Die Dorferneuerung Middoge trifft diese Ziele bereits jetzt: Denn geplant ist, den Ortskern aufzuwerten und durch Einzelmaßnahmen Barrieren abzubauen.

Auf der Erneuerungsliste der Middoger steht zum einen die Verkehrsberuhigung der Häuptlingsstraße, zudem fordern sie seit langem einen Fuß-Radweg Richtung Tettens und Oldorf. Die Planungen für den Radweg laufen bereits, die Finanzierung und damit die Umsetzung dieser Pläne sind aber noch offen. Notwendig ist der Radweg insbesondere für die Middoger Kinder – das Dorf hat immerhin 40 Einwohner unter 18 Jahren – die nach Tettens zur Schule gehen.

Weitere Vorhaben sind, den Platz vor der Pastorei zu pflastern, das Südportal der Middoger Kirche zur besseren Zugänglichkeit wieder frei zu legen und das alte Getreidesilo an der Mühle abzureißen.

Ekke Schoofs Vater hatte das 24 Meter hohe Silo für 900 Tonnen Getreide in den 1960er Jahren gebaut. Genutzt wird es indes schon lange nicht mehr und unansehnlich ist es auch. Der heutige Eigentümer des Geländes würde das Gebäude abreißen – wenn denn die Kosten nicht wären.

Die Dorfgemeinschaft hofft, dass sie für diese Maßnahme finanzielle Unterstützung bekommt – in die Dorferneuerung fällt das Vorhaben nämlich nicht. Auch Minister Lindemann konnte da wenig Hoffnung machen. Sein Tipp: Zu versuchen, über den Stahlpreis für die 16 jeweils 15 Meter hohen Siloröhren den Abriss zu finanzieren – so habe er zu Wiedervereinigungszeiten im Grenzgebiet Grundstücke kostengünstig räumen lassen können.

Zum Empfang des Ministers waren auch die Wangerländer Mitglieder des Bunds Deutscher Milchviehhalter um Henning Haschenburger gekommen und erinnerten Lindemann an die Bedürfnisse der Landwirte.

Melanie Hanz Agentur Hanz / Redaktion Jever
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